Denkst du an eine kompakte Maschine oder einen Minitraktor mit einem Mitsubishi L3E oder L2E darunter, oder hast du bereits einen und bist dir unsicher, ob es der richtige ist? Dann bist du hier richtig. Die Mitsubishi L-Serie ist einer der am häufigsten verwendeten kleinen Dieselmotoren in Minitraktoren, Gartenbaumaschinen, Aggregaten, Kehr- und Lademaschinen und sogar Marineanwendungen. Gerade weil er so viele Marken antreibt, wissen Käufer oft nicht genau, was sich unter der Haube befindet. In diesem ersten Blog erklären wir, wie du das Modell erkennst, was die tatsächlichen Unterschiede zwischen dem Zweizylinder L2E und dem Dreizylinder L3E sind, und worauf du achten musst, bevor du Geld dafür ausgibst.
Geeignet für die gesamte Serie: Mitsubishi L2A, L2C, L2E, L3A, L3C und L3E (einschließlich der späteren L3E2- und MVL3E-Ausführungen). Die L-Serie findet man unter anderem in Iseki TU / Landhope, Shibaura, Solé Diesel, Vetus, Casalini, Pel-Job, Farmtrac, Terex und Kobelco.
Die L-Serie ist eine Familie leichter, wassergekühlter Viertakt-Dieselmotoren mit obenliegenden Ventilen und einer Wirbelkammer (indirekte Einspritzung). Wassergekühlt ist wichtig zu beachten: Diese Motoren haben eine echte Wasserpumpe, einen Thermostat, einen Kühler und einen Lüfter, keine Luftkühlung. Das macht sie ruhig und relativ leise, bedeutet aber auch, dass du beim Kauf das Kühlsystem gründlich prüfen musst.
Der Motor verdankt seine lange Lebensdauer einem einfachen, soliden Aufbau: gusseiserner Block und Zylinderkopf, eine Einspritzpumpe vom Bosch-Typ, Glühkerzen vom geschlossenen Typ zum Starten und ein Verdichtungsverhältnis von 23:1. Nichts Exotisches, und genau deshalb hält die L-Serie so lange durch und Ersatzteile sind noch gut erhältlich.
Der Name sagt dir genau, was du hast. Nimm L3E:
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
| L | Name der Serie (L = lightweight / leichter Motor) |
| 2 oder 3 | Anzahl der Zylinder (2 = Zweizylinder, 3 = Dreizylinder) |
| A / C / E | Zylinderbohrung: A = 65 mm, C = 70 mm, E = 76 mm |
Auf der Maschine steht meist noch ein Anwendungs- und Ausführungscode dahinter (zum Beispiel 11 für Landwirtschaft, 31 für Industrie, 61 für Export). Die Motornummer und der Hubraum sind am Block eingeschlagen, auf der Seite der Einspritzpumpe. Kurz abwischen und notieren: Diese Nummer brauchst du später, um die richtigen Ersatzteile zu bestellen.
Warum das wichtig ist: Die Bohrungsgröße (der letzte Buchstabe) bestimmt, welche Kolben und Zylinderkopfdichtung passen. Ein L3E (76 mm) und ein L3C (70 mm) sehen sich ähnlich, aber ihre Kolben und Dichtungen sind nicht austauschbar. Bestelle also immer nach der vollständigen Typenbezeichnung, nicht nur nach „L3“.
Beide Motoren stammen aus derselben Familie und teilen sich dieselbe Bohrung (76 mm) und denselben Hub (70 mm). Der Unterschied liegt in der Anzahl der Zylinder, und das wirkt sich auf Hubraum, Gewicht, Leistung und Wartung aus.
| Angabe | L2E | L3E |
|---|---|---|
| Anzahl der Zylinder | 2 | 3 |
| Bohrung × Hub | 76 × 70 mm | 76 × 70 mm |
| Hubraum | 0,635 l | 0,952 l |
| Verdichtungsverhältnis | 23 : 1 | 23 : 1 |
| Zündfolge | 1 – 2 | 1 – 3 – 2 |
| Trockengewicht | ca. 61 kg | ca. 75 kg |
| Motoröl (voll/leer, ohne Filter 0,5 l) | 2,4 / 1,4 l | 3,0–4,8 / 1,5–3,0 l |
| Kühlflüssigkeit (Motor selbst) | 1,2 l | 1,8 l |
| Batterie (je nach Anwendung) | 12 V, 45 Ah oder mehr | 12 V, 60 Ah oder mehr |
| Leistung (Richtwert) | ca. 11–16 PS | ca. 15–18 PS in Traktoren, bis ~33 PS im Marinebereich |
Die Leistung steht nicht im Werkstatthandbuch und hängt stark von der Anwendung und Drehzahl ab; diese Zahlen sind Richtwerte. Die genaue Leistung findest du auf dem Typenschild oder im Benutzerhandbuch deiner Maschine. In der Praxis wählst du den L2E für eine leichte, kompakte Maschine, bei der es vor allem um Zuverlässigkeit und geringen Verbrauch geht. Der L3E läuft geschmeidiger, hat mehr Drehmoment im unteren Bereich und ist die logische Wahl, sobald du schwerere Geräte antreibst oder kontinuierlich Leistung benötigst. Beachte jedoch: Mehr Zylinder bedeuten auch etwas mehr Öl, eine größere Batterie und drei statt zwei Einspritzdüsen zur Wartung.
Eine gut gewartete L-Serie hält enorm lange durch. Da diese Motoren jedoch häufig in älteren Grauimport-Maschinen verbaut sind, lohnt es sich, vor dem Kauf einige Dinge zu überprüfen.
Überprüfe die Kühlflüssigkeit: brauner Schlamm oder Öl im Kühlwasser deutet auf eine undichte Zylinderkopfdichtung oder einen gerissenen Kopf hin. Prüfe, ob die Wasserpumpe nicht leckt, ob der Thermostat funktioniert und ob der Kühler nicht halb verschlammt ist. Überhitzung ist der wichtigste Killer dieser Blöcke.
Eine gesunde L-Serie startet nach dem Vorglühen zügig und raucht nach dem Warmlaufen kaum. Anhaltend blauer Rauch weist auf Ölverbrauch hin, weißer Rauch auf Kühlwasser oder ein Einspritzproblem, schwarzer Rauch auf Einstellung oder Luftfilter. Läuft er ungleichmäßig, kann bei einem L3E ein schwacher Zylinder (Einspritzdüse oder Ventil) die Ursache sein.
Schlechtes Kaltstartverhalten liegt oft an verschlissenen Glühkerzen, einer schwachen Batterie oder Luft im Kraftstoffsystem, meist günstig zu beheben. Lass dich nicht von einem mühsamen Kaltstart abschrecken, wenn der Rest in Ordnung ist.
Notiere die eingeschlagene Motornummer auf der Einspritzpumpenseite des Blocks. Bei Grauimport stimmt das Typenschild manchmal nicht mit dem tatsächlichen Block überein; mit der Motornummer und der Bohrungsgröße weißt du sicher, welche Teile passen.
Damit läuft er wieder: Zylinderkopfdichtung L2E oder das komplette Dichtungsset L3E, das Motorüberholungsset L3E, Einspritzdüsen, Kraftstoff-Förderpumpe, Wasserpumpe und Motorölfilter. Bestelle immer nach deiner vollständigen Typenbezeichnung und Bohrungsgröße, denn L3E (76 mm) und L3C (70 mm) teilen sich keine Kolben oder Zylinderkopfdichtung.
Wassergekühlt. Die L-Serie verfügt über eine Wasserpumpe, einen Thermostat, einen Kühler und einen Lüfter. Überprüfe beim Kauf also das komplette Kühlsystem.
Die Anzahl der Zylinder ist gleich (drei), aber die Bohrung unterscheidet sich: L3E hat 76 mm, L3C hat 70 mm. Dadurch sind Kolben und Zylinderkopfdichtung nicht austauschbar. Der letzte Buchstabe im Typencode gibt die Bohrung an.
Die Motornummer und der Hubraum sind am Block eingeschlagen, auf der Seite der Einspritzpumpe. Notiere diese Nummer, bevor du Ersatzteile bestellst.
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