Ein Kubota GB13, GB14, GB15, GB16, GB18 oder GB20, der gut einwintert, startet im Frühjahr ohne Probleme. Falsches Einwintern ist dagegen die Hauptursache der beiden teuersten Probleme dieser Serie: eine festgerostete Kupplung und eine sulfatierte Batterie. So gehst du vor – nach Vorschrift und aus der Praxis.
Geeignet für die gesamte Serie: Kubota GB13 (D9/DA5/N), GB14 (B9), GB15 (B9/S), GB16 (K/FK/H), GB18 (K/FK) und GB20 (K/FK).
1. Tank auffüllen. Lagere die Maschine mit vollem Kraftstofftank: In einem halbvollen Tank kondensiert Feuchtigkeit, und Wasser im Diesel bedeutet Startprobleme und Korrosion im Kraftstoffsystem. Kontrolliere gleich die Entlüftung des Tankdeckels.
2. Kühlflüssigkeit auf Stand. Messe den Frostschutzgehalt; Kubota schreibt ein 50%-Gemisch vor. Kühlflüssigkeit, die älter als zwei Jahre ist, tauschst du jetzt aus – so schützt du gleichzeitig gegen innere Korrosion. Kontrolliere Schläuche auf Risse und weiche Stellen.
3. Frisches Motoröl. Das Überwintern mit altem, säurehaltigem Öl schädigt Lager und Zylinderwände. Wechsle das Öl vor der Einlagerung und ziehe direkt Winteröl 10W-30 in Betracht, wenn du die Maschine im Winter nutzt (Schneeräumen!) – siehe den Ölratgeber.
4. Kupplung blockieren. Der wichtigste Praxistipp für diese Serie: Fixiere das durchgetretene Kupplungspedal mit einem Klotz oder Spanngurt. So kann die Kupplungsscheibe nicht am Schwungrad festrosten. Lasse auch das Kupplungsgehäuse über den Ablassstopfen ab – dort sammelt sich Regen- und Waschwasser.
5. Batterie abklemmen oder ans Erhaltungsladegerät. Trenne mindestens das Massekabel. Eine Batterie, die den ganzen Winter halb entladen steht, ist im Frühjahr reif für den Austausch. Kontrolliere den Flüssigkeitsstand vor dem Einlagern.
6. Reifen und Hubwerk. Bringe die Reifen auf den richtigen Druck (vorne 1,2 / hinten 1,6 bar), um Standplatten zu vermeiden. Senke das Anbaugerät ab oder stelle das Hubwerk herunter, und schmiere blanke Teile, die Kugeln der Hubarme und den Zapfwellenstummel mit Chassisfett ein. Bringe die PTO-Schutzkappe an.
7. Trocken und sauber einlagern. Wasche die Maschine, lasse sie gut trocknen (oder mache eine kurze Fahrt) und lagere sie drinnen. Das Lagern unter einer Plane im Freien speichert eher Feuchtigkeit – das ist nicht ratsam.
Kontrolliere Ölstand, Kühlflüssigkeit und Reifendruck, schließe die Batterie an und überprüfe die Verkabelung auf Mäuseschäden. Glühe ausreichend lange vor (5–10 Sekunden bei einem kalten Morgen) und lasse den Motor ruhig warmlaufen – nicht stundenlang im Leerlauf, sondern eine Viertelstunde leichte Arbeit. Raucht er die ersten Minuten weiß-blau, ist das meist Feuchtigkeit im Schalldämpfer, die unter Last von selbst verschwindet. Startprobleme nach der Einlagerung? Gehe die Checkliste in unserem Störungsratgeber durch: Neun von zehn Mal ist es Luft im Kraftstoff, eine schwache Batterie oder ein Glühkontakt.
Plane die jährliche Wartung gleich zu Beginn der Saison: Motoröl plus Filter, Luftfilter prüfen, Kraftstofffilter bei 400 Stunden, Keilriemenspannung (± 7 mm bei 10 kgf) und alle Schmiernippel – den vollständigen Wartungsplan findest du im Wartungsartikel.
Für die Mähsaison gilt: Blase das Kühlergitter und den Grill sauber (von innen nach außen), kontrolliere die Kühlflüssigkeit und die Keilriemenspannung. Bei Spreu und trockenem Gras sollte das Gitter täglich kurz gereinigt werden – Überhitzung bei der GB-Serie ist fast immer einfach eine verschmutzte Kühlung.
Das Set Motorölfilter + 5 L 15W-40 (SKU-15W402/5, € 39,50) plus das Filterset (SKU-10050, € 34,50) für den GB15–GB20 decken die komplette Herbst- oder Frühjahrswartung ab.