Raucht dein Mitsubishi L3E oder L2E, startet er schlecht, oder läuft er unrund? Die meisten Störungen der L-Serie haben eine überraschend einfache Ursache. Im Folgenden gehen wir die bekanntesten Probleme durch: das Symptom, das du bemerkst, die wahrscheinliche Ursache und was du dagegen tun kannst. Wir kombinieren das Werkstatthandbuch mit dem, was Besitzer und Mechaniker in der Praxis am häufigsten erleben.
Geeignet für die gesamte Serie: Mitsubishi L2A, L2C, L2E, L3A, L3C und L3E. Überprüfe Maße und Teile immer anhand deiner eigenen Motornummer.
Schlechtes Kaltstarten liegt meist an verschlissenen Glühkerzen, einer schwachen Batterie oder unzureichendem Vorglühen; warte immer die vollständige Vorglühanzeige ab. Ein zu langsam drehender Anlasser erschwert zudem die Diagnose, sorge also zunächst für eine gesunde Batterie und einen intakten Anlasser. Springt er nach einem Filterwechsel nicht an, dann befindet sich Luft im System: entlüfte das Kraftstoffsystem sorgfältig. Startet er nach Arbeiten an der Einspritzpumpe plötzlich schlecht, schau dir die Ausgleichsscheiben (Shims) unter der Pumpe an, die die Einstellung bestimmen; lege keine zusätzliche Dichtung unter die Pumpe.
Die Zylinderkopfdichtung gilt als Schwachstelle der L-Serie. Zwei Beschwerden treten am häufigsten auf.
Verwende immer eine neue Zylinderkopfdichtung ohne Dichtmasse, ziehe die Kopfschrauben vor dem Ventileinstellen nach und stelle das Ventilspiel kalt auf 0,25 mm ein.
Überhitzung ist die schädlichste Störung, denn sie endet fast immer in einem Kopf- oder Dichtungsschaden. Tritt Kühlflüssigkeit am Ablaufloch der Wasserpumpe aus oder hörst du ein brummendes Lager, ersetze die Wasserpumpe. Läuft er zu warm, prüfe den Thermostat, den Kühlflüssigkeitsstand, einen verschmutzten Kühler und die Keilriemenspannung. Bei Marineanwendungen mit Rohwasserkühlung prüfst du zuerst den Einlass und das Rohwasser-Impeller.
Dreht der Motor sofort nach dem Anspringen hoch, oder bleibt er stehen, sobald die Drehzahl ansteigt, und gibt es keinen stabilen niedrigen Leerlauf? Dann ist häufig der Regler (Governor) verstellt. Im Laufe der Jahre wurde manchmal die Drosselschraube weiter hineingedreht, je mehr die Kompression nachließ, was sich negativ auswirkt; auch ein verbogener Gashebelarm oder eine geschwächte Feder spielen eine Rolle. Setze die Drosselfeder zurück auf die Standardeinstellung, richte den Gasarm aus und stelle Leerlauf und Höchstdrehzahl neu ein. Dies löst in der Praxis oft sowohl den schlechten Lauf als auch das Nicht-Leerlaufen in einem Zug.
Ein Diesel wird gestoppt, indem die Kraftstoffzufuhr unterbrochen wird. Läuft der Motor nach dem Ausschalten weiter, oder startet er gerade nicht, kann ein klemmender oder verschmutzter Stoppmagnet, ein defektes Relais oder ein verschlissenes Zündschloss die Kraftstoffzufuhr falsch halten. Teste den Stoppmagneten und das Relais und prüfe die Regelstangensicherung.
Die L-Serie kommt unter vielen Marken und Maschinen vor. Bei Grauimport kommt es vor, dass ein Typenschild nicht mit dem tatsächlichen Block übereinstimmt, oder dass dasselbe Maschinenmodell mit einem ganz anderen Motor geliefert wurde. Verlasse dich daher niemals nur auf die Marke: lies die eingeschlagene Motornummer auf der Einspritzpumpenseite des Blocks ab und bestelle Teile anhand dieser Nummer und der Bohrungsgröße.
Teile für diese Störungen: Zylinderkopfdichtung L2E oder Dichtungssatz L3E, Reparatursatz, Kolben, Düsen, Förderpumpe, Wasserpumpe, Thermostat, Glühkerzen, Anlasser und Stoppmagnet. Bestelle anhand deiner Motornummer.
Weißer, süßlich riechender Rauch weist meist auf Kühlflüssigkeit in der Verbrennung durch einen gerissenen Kopf oder eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung hin, oft nach Überhitzung. Weißer Rauch kann auch ein Einspritzproblem sein; prüfe zuerst das Kühlsystem.
Miss die Kompression pro Zylinder. Bleibt ein Zylinder zurück, kann es Laufbahn-/Ringverschleiß sein (Öl-im-Zylinder-Test) oder eine Düse/ein Druckventilhalter. Tausche eine Düse: wandert die Störung mit, liegt es an dieser Düse.
Meist durch einen verstellten Regler oder ein gelöstes Sicherungsblech an der Kraftstoffregelstange. Setze die Drosseleinstellung zurück auf Standard und prüfe die Gaskopplung und Regelstange.
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