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Welches Motoröl gehört in den Iseki TM15 oder TM17, und wie viel? In diesem Blog findest du alle Flüssigkeiten mit Füllmengen und Öltypen, direkt aus dem originalen Iseki-Werkshandbuch — plus praktische Tipps zu modernen, erhältlichen Alternativen zu den originalen Iseki-Ölen.
Geeignet für die gesamte Serie: Iseki TM15 und TM17, alle Ausführungen. Die Füllmengen sind bei beiden Modellen gleich (Ausnahme: die U-Ausführung, siehe Tabelle).
| Flüssigkeit | Menge | Werksvorschrift |
|---|---|---|
| Kraftstoff | 13,5 Liter | Dieselkraftstoff (Winterqualität bei Frost) |
| Motoröl | 2,7 Liter | Iseki-Dieselmotoröl |
| Kühlsystem (Kühler) | 5,0 Liter | Wasser + Frostschutzmittel (LLC / Long-Life Coolant) |
| Getriebe / Hydraulik | 13,5 Liter (U-Ausführung: 14 Liter) | Iseki Multi Deluxe Öl #80 |
| Vorderachse (4WD) | 2,7 Liter | Iseki Multi Deluxe Öl #80 |
| Lenkgetriebe | Bis zum Sollstand nachfüllen | Iseki Multi Deluxe Öl #80 |
| Schmiernippel | Nach Bedarf | Lithium-Universalfett |
Das originale "Iseki-Dieselmotoröl" ist in Europa nicht mehr gängig. Als praktischer Tipp (kein Werksvorschrift): Ein klassisches mineralisches Dieselöl 15W-40 mit API CD/CF-Qualität oder höher passt gut zu diesen Motoren aus den neunziger Jahren. Bei regelmäßigem Einsatz bei starkem Frost empfiehlt sich ein 10W-30. Wechsle das Motoröl zum ersten Mal nach 50 Stunden und danach alle 100 Stunden — dieses Intervall ist kürzer als bei modernen Traktoren, aber die Ölwanne ist klein (2,7 Liter) und das Öl wird in diesem kleinen Diesel stark beansprucht. Den Ölfilter wechselst du nach den ersten 50 Stunden und danach alle 300 Stunden.
Wichtig zu wissen: Bei der TM-Serie ist das Getriebeöl gleichzeitig das Hydrauliköl. Das Hubwerk saugt sein Öl direkt aus dem Getriebegehäuse, über einen Saugfilter. Das hat zwei praktische Konsequenzen. Erstens: Verwende ein Öl, das für beide Aufgaben geeignet ist — die Werksvorschrift lautet Iseki Multi Deluxe #80; ein modernes UTTO/Mehrzweck-Getriebeöl (z. B. SAE 80 GL-4 oder ein 10W-30 UTTO) ist das praktische Äquivalent. Zweitens: Bei kaltem Wetter ist das Öl dickflüssig und die Hydraulikpumpe saugt schlecht an. Der Hersteller warnt hier ausdrücklich davor — lass den Motor warmlaufen, bevor du das Hubwerk belastest (siehe die Warmlauftabelle in unserem Bedienungs-Blog), sonst hörst du die Pumpe "jaulen" und sie kann Schaden nehmen.
Wechsle das Getriebeöl zum ersten Mal nach 50 Stunden und danach alle 300 Stunden. Reinige bei jedem Wechsel sofort den Hydraulik-Saugfilter. Kontrolliere den Ölstand über das Schauglas/den Peilstab am Getriebegehäuse.
Die angetriebene Vorderachse hat ein eigenes Ölbad mit 2,7 Litern, ebenfalls mit #80-Öl. Kontrolliere den Ölstand alle 100 Stunden und wechsle das Öl alle 600 Stunden. Milchiges, graues Öl bedeutet Wasser in der Vorderachse (z. B. nach Arbeiten in nassem Boden) — dann sofort wechseln.
Das Kühlsystem fasst 5 Liter. Verwende eine Mischung aus Wasser und Long-Life-Frostschutzmittel (LLC) und tausche sie jährlich aus. Kontrolliere den Stand täglich am Deckel oder Ausgleichsbehälter — öffne den Kühlerdeckel jedoch niemals bei heißem Motor: Das System steht unter Druck und Dampf oder kochendes Wasser können herausspritzen. Ein sauberer Kühler ist bei diesen kleinen Traktoren mindestens genauso wichtig wie die Flüssigkeit selbst: Bei Fräsarbeiten verstopfen die Lamellen mit Staub und Spreu, was zu Überhitzung führt.
Das Handbuch weist Schmiernippel am Mittelgelenk (Centerpivot), am Kupplungspedal, am Bremspedal und an den Lenk- und Spurstangen aus. Alle 50 Stunden mit Lithiumfett abschmieren; wer viel in nassem oder schleifendem Boden arbeitet, sollte täglich schmieren.