Wenn der Yanmar AF-15, AF-16, AF-17 oder AF-18 nicht startet, raucht, überhitzt oder das Heck nicht funktioniert, lässt sich die Ursache meist mit einer systematischen Kontrolle finden. Nachfolgend findest du die Störungstabellen aus der Originalanleitung, ergänzt um die Probleme, die in der Praxis bei Besitzern dieser Serie am häufigsten vorkommen.
Geeignet für die gesamte Serie: Yanmar Forte AF-15, AF-16, AF-17 und AF-18, mit dem 3TNA72- (AF-15/16) und 3TNE74-Motor (AF-17/18).
| Kontrolle | Lösung |
|---|---|
| Kupplungspedal vollständig durchgetreten? | Die Startsperre blockiert den Anlasser, bis das Pedal vollständig durchgetreten ist — die am häufigsten übersehene „Störung" |
| Batterie entladen oder Flüssigkeitsstand zu niedrig? | Mit destilliertem Wasser auffüllen und vollständig laden |
| Batteriepole lose oder korrodiert? | Reinigen, festziehen und einfetten |
| Hauptsicherung (Fusible Link) durchgebrannt? | Ersetzen / prüfen lassen |
| Sicherheitsschalter oder Steckverbindung defekt? | Aus der Praxis: Die Steckverbindung des Kupplungspedalschalters vibriert nach 30 Jahren lose oder korrodiert — überprüfen und Kontakte reinigen |
| Anlasser selbst defekt? | Testen lassen; bei Bedarf ersetzen |
Prüfe in dieser Reihenfolge: Ist Kraftstoff im Tank, steht der Kraftstoffhahn auf „O" (offen), und ist Luft im System (entlüften: Filtergehäuse vollaufen lassen, Gas geben, Anlasser drehen lassen)? Ist das Vorglühlämpchen erloschen — und glüht auch wirklich etwas? Verschlissene Glühkerzen sind der Klassiker bei schlechtem Kaltstart: Musst du zwei- oder dreimal vorglühen, dann miss sie durch. Aus der Praxis kommen außerdem drei hartnäckige Kraftstoffprobleme dieser Generation vor: verhärtete Kraftstoffleitungen die unsichtbar Luft ansaugen, ein verschmutztes Tanksieb das die Zufuhr drosselt, und ein undichtes Förderpumpenmembran — erkennbar an einem steigenden Ölstand, der nach Diesel riecht. Ersetze in diesem Fall den kompletten Kraftstoffweg und kontrolliere das Motoröl. Startet der Motor mit Startspray, aber nicht aus eigener Kraft, ist die Einspritzpumpe oder das Pumpenbauteil überholungsbedürftig — Arbeit für den Fachmann. Ein hängendes Abstellmagnetventil (das die Kraftstoffzufuhr absperrt) kann sowohl das Starten als auch das Abstellen stören; prüfe, ob es Spannung erhält.
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Unregelmäßiger Lauf | Luft oder Wasser im Kraftstoff, verstopfte Einspritzdüse oder Kraftstofffilter | Entlüften, Wasser ablassen, Filter und Einspritzdüse reinigen oder ersetzen |
| Kein Leistung | Verstopfter Luftfilter, festsitzende Einspritzdüse, Kompression oder Ventilspiel | Luftfilter kontrollieren; Kompression/Ventile durch die Werkstatt |
| Weißer Rauch | Zu viel Motoröl oder zu dünnes Öl (bei Frost kann es auch Wasserdampf sein) | Ölstand korrigieren, richtige Viskosität einfüllen |
| Schwarzer Rauch | Unvollständige Verbrennung / Überlastung | Belastung reduzieren; raucht es weiterhin, überprüfen lassen |
| Überhitzung | Kühlflüssigkeitsmangel, verstopfter Kühler oder Staubsieb, lockerer Ventilatorriemen, Ölstand, Überlastung | Stand und Riemen (10–15 mm Durchbiegung) kontrollieren, Kühler und Sieb reinigen, Thermostat oder Wasserpumpe ersetzen |
| Öldruckleuchte leuchtet während der Fahrt | Ölstand zu niedrig, Öl zu dünn, Druckschalter oder Ölpumpe defekt | Motor sofort stoppen; Stand und Öl korrigieren, sonst Werkstatt |
| Ladekontrollleuchte leuchtet während der Fahrt | Spannungsregler defekt oder Ventilatorriemen lose | Riemen spannen; Regler ersetzen. Aus der Praxis: Der Regler geht oft nach falschem Überbrücken kaputt — nie die Batterie bei laufendem Motor abklemmen |
Geht das Arbeitsgerät nicht hoch, prüfe zuerst das Einfachste: Ist das Hydraulikstopp-/Slow-Return-Ventil geschlossen? Danach: Getriebeölstand (das Heck läuft auf diesem Öl), verstopftes Leitungsfilter und Luft in der Saugleitung (Verbindungen nachziehen, O-Ringe kontrollieren). Erst danach kommen Pumpe, Regelventil und Zylinder ins Spiel — Werkstattarbeit. Senkt sich das Arbeitsgerät gerade NICHT mit dem Heckschalter, prüfe, ob der Positionshebel in der höchsten Stellung steht; dieser überstimmt den Schalter. Bei OK-UFO-Ausführungen, die nicht auf das Backup oder den Heckschalter reagieren: zuerst den Backup-Schalter und die Steckverbindungen kontrollieren. Blinkende Lämpchen auf dem UFO-Panel bedeuten eine Sensorstörung — Massepunkte und Steckverbindungen reinigen hilft in der Praxis oft, sonst ist es Arbeit für den Fachmann.
Eine schleifende oder schlecht auskuppelnde Kupplung und eine schief ziehende Bremse sind meist eine Frage des Pedalspiels: Kupplung 20–30 mm, Bremse 25–35 mm und links/rechts exakt gleich. Ein quietschendes oder träge zurückkehrendes Bremspedal weist auf eine defekte Rückholfeder oder trockene Gelenkpunkte hin — schmieren oder ersetzen. Bei elektrischen Störungen (Beleuchtung, Blinker, Hupe) gilt die feste Reihenfolge: Lämpchen, Sicherung, Steckverbindung, Masse, Schalter. Die Massepunkte dieser Graumarkt-Maschinen sind nach dreißig Jahren oft der eigentliche Übeltäter.
Gut zu wissen beim Schrauben: Motorteile für den 3TNA72 und 3TNE74 sind gut erhältlich, da diese Motoren in vielen weiteren Maschinen verbaut wurden. Teilenummern, die in der Praxis kursieren (wie das Abstellmagnetventil), dienen als Referenz — verifiziere immer anhand von Motorcode und Seriennummer, da innerhalb der Serie mehrere Ausführungen existieren. Traktorspezifische Elektronik (UFO-Steuergerät, Sensoren) ist rar; behandle sie also sparsam und halte Hochdruckwasser davon fern.