Die Anbaugeräte für den Yanmar AF-15, AF-16, AF-17 und AF-18 bestimmen, was du mit diesem Kompaktschlepper machen kannst. In diesem Artikel liest du, was 15 bis 18 PS in der Praxis bedeuten, wie der Dreipunkt-Kraftheber, die Zapfwelle und die automatische Frästiefenregelung funktionieren, und worauf du bei Differenzialsperre, Kriechgang und externer Hydraulik achten musst.
Geeignet für die gesamte Baureihe: Yanmar Forte AF-15, AF-16, AF-17 und AF-18, einschließlich der OK-UFO-, EG-UFO-, Kriechgang- (R), Wende-Zapfwellen- (B) und Torf-Ausführungen.
Wichtig zu verstehen: Diese 15–18 PS sind die Motorleistung — was an der Zapfwelle oder der Anhängerkupplung übrig bleibt, ist immer weniger. Für diese Klasse bedeutet das konkret: eine Bodenfräse von 1,3 bis 1,4 Meter (die werksseitige Kombination war die RSA1404 mit 1400 mm oder die RCA1304 mit 1300 mm), ein Einscharpflug, eine Wiesenschleife oder Egge, ein Kreiselmäher, ein Vertikutierer bei der Torf-Ausführung, sowie das Ziehen eines Anhängers im 8. Gang. Die Anleitung koppelt die Gangwahl an die Arbeit: Fräsen in Gang 2–4, Eggen und Pflügen in Gang 4–7, Transport in Gang 8 und Drainagearbeiten in den Kriechgängen. Schweres Zugwerk, Erdbewegung und Frontladerarbeiten im Kriechgang verbietet die Anleitung ausdrücklich — dafür ist der Antriebsstrang nicht ausgelegt.
Der Kraftheber ist eine japanische „Spezial-3P“-Ausführung mit einem Oberlenker der Kategorie JIS1 — kleiner als die europäische Kat. 1, also miss dein Anbaugerät vorher. Die Innenbreite zwischen den Unterlenkern beträgt 465 mm ohne Hitch und 565 mm mit Quick-Hitch. Bei Pflügen und Grubbern stellst du die Stabilisierungsketten auf 5–6 cm seitliches Spiel ein; Fräsen, Eggen und Mäher stellst du dagegen spielfrei ein. Kuppel immer auf ebenem Untergrund an, lass niemanden zwischen Schlepper und Gerät stehen, und montiere bei schweren Geräten die originalen Ballastgewichte (5 × 30 kg) an der Front — niemals Personen oder lose Gegenstände als Ballast. Arbeitest du unter einem angehobenen Gerät, drehe zuerst das Hydraulik-Absperrventil vollständig zu.
Die Zapfwelle (JIS 35 mm, rechtsdrehend) hat drei Stufen: 558, 805 und 1228 U/min bei Nenndrehzahl des Motors. Auf dem Drehzahlmesser befindet sich eine Markierung für die Motordrehzahl, bei der die Zapfwelle in Stufe 1 exakt mit 540 U/min läuft — praktisch für Geräte, die mit 540 U/min laufen sollen. Halte immer die vom Gerätehersteller vorgeschriebene Drehzahl ein. Die B-Ausführung verfügt zusätzlich über eine Wende-Zapfwelle (745 U/min rückwärts), die jedoch ausschließlich für das Anhäufeln und das Lösen von umwickeltem Gras oder Stroh mit der Originalfräse gedacht ist — nicht für reguläres Fräsen in umgekehrter Richtung. Montiere die Zapfwellenschutzabdeckung immer, wenn die Welle nicht benutzt wird.
Für die Arbeitstiefe stehen dir drei Systeme zur Verfügung. Mit dem Lageregelungshebel stellst du jedes Gerät auf eine feste Höhe ein — die richtige Methode für Pflüge, Mäher und alle nicht rotierenden Arbeiten. Der Auto-Rotary-Hebel hält die Frästiefe automatisch konstant, auch auf unebenem Gelände: Skala 1–3 für Eggen und flaches Fräsen, 4–7 für normales Fräsen, 8–10 für tiefes Fräsen. Und mit Mix Control kombinierst du beides auf nassen oder ungleichmäßigen Flächen. Das Hydraulik-Absperr-/Slow-Return-Ventil regelt die Senkgeschwindigkeit (rechtsdrehend = langsamer, vollständig zu = Kraftheber blockiert), und der Senkdämpfer lässt die Fräse sanft knapp über dem Boden aufsetzen — schalte diesen Dämpfer bei Pflugarbeiten aus. Die Backup-Funktion hebt das Gerät automatisch an, sobald du den Shuttle in R schaltest; schalte diese beim Transport, Beladen und bei der Arbeit im Obstgarten aus. Die OK-UFO-Ausführung automatisiert Tiefe und Neigung vollständig über das Bedienfeld; die EG-UFO-Ausführung regelt die Neigung automatisch.
Das Differenzialsperr-Pedal koppelt beide Hinterräder starr — nur bei Schlupf auf weichem Untergrund verwenden, bei reduzierter Drehzahl, und immer vor dem Lenken entriegeln. Im Kriechgang „C“ ist die Verwendung der Differenzialsperre verboten. Der Kriechgang selbst (ab 0,14 km/h) ist für Drainagegeräte, Pflanzmaschinen und feine Fräsarbeiten auf hartem Boden gedacht; im Kriechgang bremst du, indem du zuerst auskuppelst. Die hintere Spurbreite lässt sich je nach Modell durch Tauschen der Räder links/rechts verbreitern (z. B. AF-18: von 860 auf 980 mm) — tue dies bei Hangarbeiten oder schwerem Zugwerk, und ziehe die Radbolzen anschließend mit 11,9–15,1 kgm nach.
Für einen Kippanhänger gibt es einen einfachwirkenden Anschluss am Hubzylinderkopf (Gewinde R 3/8): Stopfen entfernen, Schlauch aufstecken, Absperrventil schließen und mit dem Lageregelungshebel bedienen. Ausführungen mit Frontladervorbereitung verfügen über einen doppeltwirkenden Anschluss unter dem linken Auftritt (vorderer Anschluss = Druck, hinterer = Rücklauf). Elektrisches Gerät? Vorne und hinten befindet sich ein 12V-Anschlusspunkt, belastbar bis zu 10 A — die Masse schließt du am Chassis des Schleppers an. Stelle den Motor immer ab, bevor du Hydraulikleitungen (de)montierst.