Die Einlagerung des Yanmar AF-15, AF-16, AF-17 und AF-18 bestimmt, wie problemlos die Maschine im Frühjahr wieder an die Arbeit geht. Ein Traktor, der monatelang falsch stillsteht, entwickelt mehr Beschwerden als einer, der das ganze Jahr läuft. Mit diesen zehn Schritten – basierend auf den Vorschriften aus dem Handbuch – kommt dein AF ohne Schäden durch den Winter.
Geeignet für die gesamte Serie: Yanmar Forte AF-15, AF-16, AF-17 und AF-18, einschließlich aller Ausführungen. Bei den OK-UFO- und EG-UFO-Ausführungen besonders auf Schritt 1 achten (Elektronik und Wasser).
| Schritt | Aktion |
|---|---|
| 1 | Reinige und trockne den Traktor gründlich. Richte niemals einen (Hochdruck-)Wasserstrahl auf die Steuerbox, Sensoren, Magnetventile und Stecker – gerade bei UFO-Ausführungen ist das fatal. Alles vor der Einlagerung trocknen lassen |
| 2 | Wechsle bei längerer Einlagerung das Motoröl und lasse den Motor kurz laufen, damit frisches Öl alle Teile erreicht – altes, verschmutztes Öl greift Lager während des Stillstands an |
| 3 | Fülle den Kraftstofftank vollständig auf (ein voller Tank kondensiert nicht) und schließe den Kraftstoffhahn ("C") |
| 4 | Kontrolliere das Frostschutzmittel: Schutz bis mindestens −25 °C (45 % Frostschutz) und nicht älter als ein Jahr. Bei Bedarf vor dem Winter wechseln |
| 5 | Pflege die Batterie: vollständig aufladen und vorzugsweise ausbauen und kühl, trocken und dunkel lagern. Bleibt sie im Traktor, dann das Minuskabel abklemmen und sie jeden Monat vollständig nachladen |
| 6 | Schmiere alle Schmierpunkte (Bremspedalachse, Kupplungspedalachse, Vorderachs-Mittelbolzen) und fette blanke Teile wie die Hubzylinderstange und Spannschrauben leicht ein gegen Rost |
| 7 | Stelle das Arbeitsgerät auf den Boden oder koppele es ab, und lasse den Kraftheber in der niedrigsten Stellung ruhen – so stehen die Dichtungen nicht monatelang unter Druck |
| 8 | Bringe die Reifen auf den richtigen Druck (vorne 1,5 / hinten 1,0 kgf/cm²) und stelle den Traktor bei längerer Einlagerung möglichst auf Böcke, oder fahre ihn monatlich ein Stück, um Standplatten an den Reifen zu vermeiden |
| 9 | Lagere ihn drinnen, trocken und belüftet; Feststellbremse anziehen, Gänge auf Neutral, Unterlegkeile bereitlegen und den Zündschlüssel abziehen (und sicher aufbewahren) |
| 10 | Reinige Kühlerschutzgitter und Luftfilter noch einmal – so beginnt der Frühling nicht gleich mit einem Überhitzungsproblem |
Ihn völlig sich selbst zu überlassen ist nicht ideal. Starte den Motor am besten einmal im Monat, lasse ihn bei ca. 1500 U/min warmlaufen, bis sich der Temperaturmesser bewegt, und betätige kurz den Kraftheber und die Kupplung. So bleiben die Dichtungen geschmeidig, wird Kondenswasser aus dem Motor ausgetrieben, und du bemerkst Probleme frühzeitig. Lade gleichzeitig die Batterie nach – eine 45-Ah-Batterie ist durch Selbstentladung in wenigen Monaten leer, und Tiefentladung bedeutet meist das Ende der Batterie.
Wenn du den AF im Frühjahr wieder aus dem Winterlager holst, gehe die tägliche Kontrollliste besonders gründlich durch: Ölstände (Motor, Getriebe, Vorderachse), Kühlflüssigkeit, Reifendruck und Radbolzen (vorne 4,5–5,7 kgm, hinten 11,9–15,1 kgm), das Spiel von Brems- und Kupplungspedal, die Spannung des Lüfterriemens (10–15 mm Durchbiegung) und den Zustand der Kraftstoffleitungen und des Kraftstoffsiebs. Schließe die Batterie an (zuerst den Pluspol), öffne den Kraftstoffhahn, und gönne dem Motor nach dem ersten Start fünf Minuten Warmlaufzeit. Raucht er in der ersten Minute etwas – das ist normal nach dem Stillstand; raucht er weiterhin, schau in unserem Artikel über Problemlösungnach. Steht eine Wartung an, ist das Frühjahr der ideale Zeitpunkt: siehe den Wartungsplan.