Ein Iseki TM15 oder TM17, der den Winter gut übersteht, startet im Frühjahr ohne Probleme. Die Werksanleitung gibt ein klares Verfahren für die Langzeiteinlagerung sowie Hinweise für den Einsatz bei Frost. In diesem Blog beides: winterfest machen für die Einlagerung, und die Winterregeln, wenn du einfach mit Schneeräumen oder Füttern weitermachst.
Geeignet für die gesamte Serie: Iseki TM15 und TM17, alle Ausführungen.
| Schritt | Arbeit |
|---|---|
| 1. Reinigen | Maschine gründlich reinigen und trocknen lassen; angetrockneter Schmutz hält Feuchtigkeit fest und verursacht Rost. Kahle Stellen ausbessern. |
| 2. Frostschutz prüfen | Kühlsystem (5 Liter) auf Konzentration prüfen oder jährlich mit LLC-Frostschutz erneuern. Ohne ausreichenden Frostschutz kann der Motorblock oder der Kühler bei Frost reißen. |
| 3. Kraftstofftank auffüllen | Tank (13,5 Liter) mit Winterdiesel volltanken: ein voller Tank verhindert Kondensation und somit Wasser im Kraftstoffsystem. |
| 4. Öl und Filter | Steht ein Ölwechsel an, führe ihn vor der Einlagerung durch — altes, säurehaltiges Öl greift Lager während der Standzeit an. |
| 5. Batterie | Batterie (12V 28Ah) abklemmen oder ausbauen, frostfrei lagern und alle 4–6 Wochen nachladen. Eine leere Batterie friert ein und ist danach reif für den Austausch. |
| 6. Schmieren | Alle Schmiernippel abschmieren, blanke Teile (Hubstangen, Spurstangen) leicht einfetten. |
| 7. Reifen und Einlagerung | Reifendruck auf Sollwert bringen (vorne 1,2 / hinten 1,6 bar), Maschine an einem trockenen, belüfteten Ort abstellen, Arbeitsgerät absenken und die Hydraulik verriegeln. Schlüssel abziehen. |
| 8. Monatlich kurz laufen lassen | Starte den Motor bei längerer Einlagerung ab und zu und lass ihn auf Betriebstemperatur kommen — das schmiert den Motor und hält Kraftstoffpumpe und Dichtungen geschmeidig. |
Arbeitest du im Winter weiter, gelten die Winterregeln aus der Anleitung. Verwende Winterdiesel (in Japan „JIS 3“, bei uns einfach Winterqualität an der Zapfsäule) — Sommerdiesel verparaffiniert bei Frost und verstopft den Kraftstofffilter. Glühe gründlich vor und halte dich an die Warmlauftabelle: bei 0 bis −10 °C sind das bereits 10–20 Minuten bei ca. 1500 U/min. Das erscheint lang, aber das gemeinsame Getriebe-/Hydrauliköl ist bei Frost so zähflüssig, dass die Hydraulikpumpe sonst Schaden nimmt. Kontrolliere die Batterie häufiger: Kälte halbiert die Startkapazität, und die kleine 28Ah-Batterie hat wenig Reserve.
Im Frühjahr: Batterie anschließen, Ölstände und Kühlflüssigkeit prüfen, Reifendruck kontrollieren, Kraftstoffsystem auf Wasser prüfen (Sichtglas des Kraftstofffilters), alles abschmieren und beim ersten Start ruhig warmlaufen lassen. Kontrolliere anschließend die Beleuchtung sowie die Funktion von Bremsen und Kupplung, bevor du aufs Feld fährst.