Wenn du einen Kubota B1-14, B1-15, B1-16 oder B1-17 kaufen möchtest, entscheidest du dich für einen der beliebtesten japanischen Kleintraktoren aus den achtziger Jahren. Diese vier Bulltra-Modelle gleichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen, aber unter der Motorhaube liegt der eigentliche Unterschied — und der bestimmt, welches Modell am besten zu deiner Arbeit passt.
Geeignet für die gesamte Serie: B1-14, B1-15, B1-16 und B1-17, einschließlich der Zen-noh-Rebadges ZB1-14 bis ZB1-17.
Die vier Modelle teilen sich nahezu dasselbe Chassis, dasselbe Getriebe, dieselben Füllmengen und denselben Dreipunktkraftheber. Die Zahl hinter dem B1 sagt etwas über die Motorleistung aus, und dabei teilen sich die Traktoren in zwei Paare auf. Nicht zufällig gab Kubota damals zwei separate Handbücher heraus: eines für den B1-14 und B1-15, und eines für den B1-16 und B1-17. Jedes Paar teilt sich nämlich denselben Motorblock.
| Modell | Motor | Bohrung × Hub | Maximalleistung | Antrieb |
|---|---|---|---|---|
| B1-14 | Kubota D850, 3-Zylinder-Diesel | 72 × 70 mm | 14,5 PS | 2WD oder 4WD |
| B1-15 | Kubota D850, 3-Zylinder-Diesel | 72 × 70 mm | 15,5 PS | 2WD oder 4WD |
| B1-16 | Kubota D950, 3-Zylinder-Diesel | 75 × 70 mm | 16,5 PS | 2WD oder 4WD |
| B1-17 | Kubota D950, 3-Zylinder-Diesel | 75 × 70 mm | 17,5 PS | 2WD oder 4WD |
Der Hub ist bei allen vier Modellen gleich (70 mm); nur die Bohrung unterscheidet sich. Der B1-14 und B1-15 haben den etwas kleineren D850 (Bohrung 72 mm, 855 ccm), der B1-16 und B1-17 den größeren D950 (Bohrung 75 mm, 927 ccm). Die Maximalleistung steigt von 14,5 PS beim B1-14 auf 17,5 PS beim B1-17, jeweils bei 2600 U/min — diese Zahlen und alle weiteren Angaben in dieser Serie stammen direkt aus den Originalhandbüchern.
Kubota B1-14 bis B1-17: Was kannst du mit 14 bis 17 PS machen?Dies sind echte Garten- und Hobbyfarm-Traktoren. Mit 14 bis 17 PS an der Kurbelwelle hast du genug Leistung für eine Bodenfräse, einen Schlegelmulcher, einen Anhäufpflug oder einen kleinen Kipper auf Hof und Gemüsegarten. Wichtig zu wissen: Die Zapfwellenleistung (was an der Zapfwelle übrig bleibt) liegt immer etwas niedriger als die Motorleistung, da das Getriebe einen Teil davon aufnimmt. Für leichte Bodenbearbeitung und Mäharbeiten macht der Unterschied zwischen einem B1-14 und einem B1-17 in der Praxis wenig aus; wenn du jedoch schwerer fräst oder häufig am oberen Leistungslimit deiner Geräte arbeitest, spürst du die zusätzlichen Drehmomente des D950 durchaus.
Die Faustregel: Kaufst du den Traktor vor allem für eine Fräse und etwas Transport, reicht ein gepflegter B1-14 oder B1-15 vollkommen aus. Möchtest du Reserven haben und auch schwerere Geräte bewältigen können, wähle den B1-16 oder B1-17.
Jedes Modell ist in drei Antriebsvarianten erhältlich, und das ist beim Kauf mindestens genauso wichtig wie der Motortyp:
Darüber hinaus gibt es eine Standard-, M- und MA-Hydraulikausführung (die Monro-Matic Lage- und Zugkraftregelung) sowie eine Fräse in Seiten- oder Mittenantriebsausführung. Welche Version du hast, zeigt sich in der Bedienung und in den passenden Teilen.
Ehrlich gesagt: Das sind Maschinen, die rund vierzig Jahre alt sind, daher ist der Zustand wichtiger als das Modell. Achte auf einen sanften, weißen rauchfreien Kaltstart (siehe unseren Startguide), ein Kühlsystem ohne Öl im Wasser, eine Kupplung, die sauber greift, und einen Kraftheber, der seine Last hält. Überprüfe außerdem, ob das richtige Typenschild zur Maschine passt — bei Grauimporten und Zen-noh-Rebadges kommt es zu Namensverwirrungen vor. Bist du dir über den genauen Motortyp unsicher, schau dir die Bohrung oder die Gussnummer am Block an: Das bestimmt, ob du D850- oder D950-Teile benötigst.
Lies weiter in dieser Kubota B1-Serie: