Springt Ihr Yanmar Ke-1, Ke-1D, Ke-2D oder Ke-3D nicht an, läuft unregelmäßig oder wird zu heiß? Dieser Artikel folgt der Störungsdiagnose aus dem Werkshandbuch der Yanmar Ke-Serie, ergänzt durch bekannte Praxistipps zu diesen Modellen — vom Symptom über die Ursache bis zur Lösung.
Geeignet für die gesamte Serie: Yanmar Ke-1, Ke-1D, Ke-2D und Ke-3D.
Yanmar Ke: der Anlasser dreht nicht
- Kupplungspedal nicht vollständig durchgetreten — der Startunterbrecher blockiert den Anlasser. Dies ist Ursache Nummer eins, besonders bei neuen Besitzern.
- Batterie leer oder Batterieflüssigkeit zu niedrig: nachfüllen und vollständig laden (12V-27Ah).
- Batteriepole lose oder korrodiert: reinigen, festziehen und einfetten.
- Hauptsicherung durchgebrannt: austauschen und die Ursache suchen.
- Zündschloss oder Anlasser defekt: in der Werkstatt testen lassen.
Yanmar Ke: der Anlasser dreht, aber der Motor springt nicht an
- Kraftstofftank (fast) leer: volltanken und das System entlüften.
- Luft im Kraftstoffsystem: an Filter und Pumpe entlüften.
- Kraftstoffhahn in geschlossener Stellung ("C"): öffnen ("O").
- Nur Ke-1: der Motorstoppknopf steht noch herausgezogen — wieder hineindrücken.
- Kaltes Wetter: Glühkerzen verschlissen — die Glühkontrolllampe kann einfach erlöschen, während die Kerzen selbst nichts mehr leisten. Alle drei gleichzeitig austauschen.
Yanmar Ke läuft unregelmäßig oder raucht
- Luft im Kraftstoffsystem: entlüften.
- Wasser im Kraftstoff: ablassen und frischen Diesel tanken; Kraftstofffilter austauschen.
- Verstopfte Einspritzdüse: überholen oder austauschen.
- Verstopfter Kraftstofffilter: reinigen oder Element austauschen (alle 300 Stunden).
- Leistungsverlust mit schwarzem Rauch: zunächst den Luftfilter prüfen. Bleibt die Leistung aus, sollten Einspritzdüsen, Ventilspiel und Kompression in der Werkstatt geprüft werden (600-Stunden-Punkte).
Yanmar Ke wird zu heiß (Überhitzung)
- Kühlflüssigkeitsstand zu niedrig: nachfüllen (3,0 l + 0,4 l Ausgleichsbehälter).
- Keilriemen locker oder beschädigt: Durchbiegung 10–15 mm, sonst nachspannen oder austauschen.
- Staubgitter oder Kühlerlamellen verstopft: reinigen — bei trockener Fräsarbeit täglich.
- Motorölstand zu niedrig: nachfüllen.
- Strukturelle Überlastung: einen Gang zurück bei Arbeitstiefe oder -breite.
Hydraulik: Hubwerk hebt nicht oder senkt sich nicht
- Stop-/Slow-Return-Ventil geschlossen: öffnen — die häufigste "Störung" von allen.
- Getriebeölstand zu niedrig: bis zum Sollstand auffüllen (geteiltes System, 11 l TF-500).
- Luftansaugung auf der Saugseite: Filtergehäuse und Leitungen prüfen, O-Ringe kontrollieren.
- Verstopfter Hydraulikfilter: reinigen oder austauschen.
- Pumpe, Regelventil oder Zylinder defekt: Werkstatt.
Elektrik und Bremsen
Bei nicht funktionierender Beleuchtung, Blinkern oder Hupe ist die Reihenfolge immer: Lampe → Sicherung → Steckverbindungen → Masse → Schalter/Blinkgeber → Batterieladung. Zieht der Traktor beim Bremsen schief oder quietscht eine Bremse, prüfen Sie das Pedalspiel und die Rückholfedern und schmieren Sie die Gelenkpunkte.
Bekannter Praxispunkt: die 4WD-Vorderachse
Aus Erfahrungen von Besitzern ist der Vorderradantrieb der bekannteste Verschleißpunkt der D-Modelle: verschlissene Vorderachszahnräder kündigen sich mit Knacken oder Rattern beim Lenken bei eingeschaltetem 4WD an. Frisches Vorderachsöl (2,4 l EP #90, alle 300 Stunden) ist die beste Vorbeugung; bei tatsächlichem Verschleiß ist eine Überholung der Vorderachse nötig. Schalten Sie den 4WD auf befestigtem Untergrund aus — das reduziert den Verschleiß erheblich.
🔧 Teile-Tipp von Shop4trac
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