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Yanmar Ke-Serie: Hydraulik, Zapfwelle und Anbaugeräte

Was kann man mit der Hydraulik und Zapfwelle eines Yanmar Ke-1, Ke-1D, Ke-2D oder Ke-3D machen — und welche Anbaugeräte passen daran? In diesem Artikel behandeln wir die Hebevorrichtung, die Zapfwelle und die Auswahl der Anbaugeräte für die Yanmar Ke-Serie.

Geeignet für die gesamte Serie: Yanmar Ke-1, Ke-1D, Ke-2D und Ke-3D.

Yanmar Ke-Serie: die Hebevorrichtung

Die Ke-Serie verfügt über ein 2-Punkt-Direktanbausystem (kein Standard-Dreipunkt-Hubwerk Kategorie 1!) mit hydraulischer Betätigung. Die Bedienung ist einfach: Mit dem Hebehebel bringst du das Anbaugerät nach oben und unten, mit dem Tiefenhebel stellst du die Arbeitstiefe ein. Die automatische Tiefenregelung hält die eingestellte Frästiefe anschließend selbstständig — auch auf unebenem Gelände. Getriebe und Hydraulik teilen sich einen Ölvorrat von 11 Litern (TF-500); ein träge reagierendes Hubwerk beginnt daher immer mit einer Ölstandkontrolle.

Unter dem Sitz befindet sich ein Stop-/Slow-Return-Ventil im Hydraulikkreislauf. Geschlossen = das Anbaugerät bleibt hängen (für Transport und Wartung unter dem Anbaugerät), offen = normaler Betrieb. Ein „defektes“ Hubwerk erweist sich in der Praxis regelmäßig einfach als ein geschlossenes Ventil.

Yanmar Ke-Serie: Zapfwellendrehzahlen

Stufe Drehzahl Verfügbar bei
Stufe 1 569 U/min Alle Modelle
Stufe 2 900 U/min Alle Modelle
Rückwärtsstufe 427 U/min (rückwärts) Nur Ke-1D, Ke-2D, Ke-3D

Die Zapfwelle ist eine 35-mm-JIS-Welle mit Rechtsdrehung. Geschaltet wird bei vollständig durchgetretenem Kupplungspedal und reduzierter Drehzahl; die Rückwärtsstufe befindet sich hinter einer Hebelverriegelung, damit du sie nicht versehentlich einlegst.

Wofür die Rückwärts-Zapfwelle gedacht ist – und wofür nicht: Yanmar erlaubt die Rückwärtsdrehung nur für leichte Arbeiten wie das Anhäufeln von Erde und das Lösen von um die Fräswelle gewickeltem Gras oder Stroh. Ernsthaftes Rückwärtsfräsen (mit umgekehrt montierten Fräsmessern) in unbearbeitetem Boden ist ausdrücklich nicht erlaubt — dafür ist der Antriebsstrang nicht ausgelegt.

Welche Anbaugeräte passen an einen Yanmar Ke?

Der Werksstandard ist die zugehörige Yanmar-Fräse: 1100 mm Arbeitsbreite für den Ke-1 und Ke-1D, 1200 mm für den Ke-2D und Ke-3D. Yanmar schreibt für das 2-Punkt-System ausschließlich die Original-Fräse vor; sei daher zurückhaltend mit schwereren Anbaugeräten von Drittanbietern.

Realistischer Einsatz mit 12,5 bis 15 PS: Fräsen bis zur Standardbreite, leichte Bodenbearbeitung, Kultivieren, Anhäufeln und Transportarbeiten mit einem leichten Anhänger. Die maximale Tragfähigkeit ist begrenzt (90 kg zusätzlich am Hubwerk oberhalb des Anbaugerätgewichts laut Gewichtstabelle) — ein schwerer Schlegelmulcher oder Erdbohrer gehört nicht in diese Klasse.

Wartung von Hubwerk und Zapfwelle

Schmiere die Hebepunkte und Gelenke alle 50 Stunden, kontrolliere den Getriebeölstand alle 50 Stunden und wechsle das gemeinsame Öl alle 300 Stunden. Hydraulikschläuche wechselst du — ebenso wie die Kühlerschläuche — alle zwei Jahre, unabhängig von der Anzahl der Betriebsstunden. Prüfe bei laufender Zapfwelle regelmäßig, ob die Wellendichtung trocken bleibt.

🔧 Ersatzteil-Tipp von Shop4trac

  • Fräsmesser, Hebebolzen oder eine Zapfwellendichtung nötig? Schick uns das Modell (Aufkleber auf der Motorhaube) und ein Foto des Typenschilds — wir suchen das passende Ersatzteil für dich heraus.
  • Glühkerze Yanmar 3TN63 / 3TN66 / 3TNE68 (SKU-551216) — für den Fall, dass schwere Fräsarbeiten den Kaltstart erschweren.

Mehr über die Yanmar Ke-Serie

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