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Mitsubishi MT160–MT240 kaufen: Erfahrungen und Punkte, auf die man achten sollte

Denkst du daran, einen Mitsubishi MT160, MT170, MT190, MT200, MT220 oder MT240zu kaufen? Dann schaust du dir die größeren Geschwister der bekannten Mitsubishi MT-Kleintraktoren an: kompakte japanische Allrad-Dieseltraktoren aus der Pulseed-Serie, gebaut, um jahrelang ohne viel Aufwand zu funktionieren. In diesem Kaufratgeber liest du, für wen diese MT-Serie geeignet ist, was die Stärken und Schwächen sind, was die Modelle voneinander unterscheidet und worauf du bei einem Gebrauchten achten solltest.

Geeignet für die gesamte Serie: Mitsubishi MT160, MT170, MT190, MT200, MT220 und MT240 — alle mit Allradantrieb.

Was für ein Traktor ist der Mitsubishi MT160–MT240?

Der MT160 bis zum MT240 bilden eine zusammenhängende Reihe von Kompakttraktoren in der Klasse von 16 bis 24 PS. Sie alle haben einen stehenden, wassergekühlten Viertakt-Dreizylinder-Dieselmotor, Allradantrieb, nasse Scheibenbremsen und eine Differenzialsperre. Sie sind leicht (775 bis 900 kg) und wendig, mit einem Wenderadius von 1,8 bis 1,9 Metern, und dadurch angenehm auf kleineren Flächen, im Gartenbau, auf dem Hof und für hobbymäßige Erdarbeiten.

Es handelt sich um vollmechanische Traktoren ohne Motorelektronik. Einige Ausführungen verfügen jedoch über praktische Hilfssysteme wie eine Positionskontrolle mit automatischer Tiefenregelung (PAC) am Hubwerk, und bei den schwereren Modellen eine Mikrocomputer-Steuerung sowie eine automatische Lenkbremse für enge Wendungen.

Mitsubishi MT160–MT240: die Modelle im Überblick

Der praktische Unterschied innerhalb der Serie liegt in der Leistung, dem Motor, dem Antrieb und dem Getriebe. Nachfolgend die Eckdaten aus dem Handbuch:

Modell Motor Hubraum Leistung Antrieb Gänge
MT160 S3L 1125 ccm 16 PS Permanenter 4WD 6 vorwärts / 3 rückwärts
MT170 S3L 1125 ccm 17 PS Permanenter 4WD 6 vorwärts / 3 rückwärts
MT190 S3L 1125 ccm 19 PS Permanenter 4WD 6 vorwärts / 3 rückwärts
MT200 S3L 1125 ccm 20 PS Zuschaltbarer 4WD 8 vorwärts / 2 rückwärts
MT220 S3L2 1318 ccm 22 PS Zuschaltbarer 4WD 8 vorwärts / 2 rückwärts
MT240 S3L2 1318 ccm 24 PS Zuschaltbarer 4WD 8 vorwärts / 2 rückwärts

Achte auf einen wichtigen Unterschied beim Antrieb: Der MT160, MT170 und MT190 sind permanent allradgetrieben — es gibt keine Vorderachsabschaltung. Der MT200, MT220 und MT240 hingegen haben einen 4WD-Hebel, mit dem du die Vorderachse ein- und ausschaltest. Bei diesen schwereren Modellen kannst du die Leistung außerdem auf acht statt sechs Gänge verteilen, und ein Kriechgang ist optional erhältlich.

Mitsubishi MT160–MT240: zwei Motoren

Wichtig zu wissen, bevor du kaufst: Die Serie verwendet zwei Motoren. Der MT160, MT170, MT190 und MT200 haben den Mitsubishi S3L mit 1125 ccm; der MT220 und MT240 steigen auf den größeren S3L2 mit 1318 ccm um. Beide sind wassergekühlte Dreizylinder-Dieselmotoren, unterscheiden sich aber in Hubraum und Bohrung. Das wirkt sich auf Ersatzteile aus: Zylinderkopfdichtungen und Dichtungssätze sind nicht ohne Weiteres zwischen dem S3L und dem S3L2 austauschbar. Bestelle Motorteile daher immer nach dem richtigen Motortyp, nicht nur nach dem Traktormodell.

Stärken

Was diese MT-Serie attraktiv macht, ist die Kombination aus Einfachheit, Allradantrieb und Robustheit. Die S3L- und S3L2-Motoren sind sparsam, mechanisch und halten bei sorgfältiger Wartung Tausende von Stunden. Alle Modelle sind 4WD, was bei so kompakten Maschinen überraschend viel Traktion bei Fräs- und Ladearbeiten bietet. Die drei Zapfwellendrehzahlen, die Positionskontrolle mit PAC-Tiefenregelung und (bei den größeren Modellen) der Kriechgang machen sie vielseitig einsetzbar mit Fräse, Mäher, Streuer und Frontlader. Viele Verschleißteile — Filter, Kupplung, Dichtungen, Glühkerzen, Wasserpumpe — sind noch ganz normal neu erhältlich.

Schwächen und Punkte, auf die man achten sollte

Ehrlich gesagt: Es bleibt ein dreißig bis vierzig Jahre alter Traktor, oft über Grauimport ins Land gekommen. Aus der Praxis und den Erfahrungen von Besitzern tauchen immer wieder dieselben Punkte auf. Achte bei einem Gebrauchten besonders auf Folgendes:

  • Kühlsystem und Überhitzung. Kühlerschläuche verhärten und reißen, alte Kühler undicht werden und der Kühlergrill verstopft. Der S3L/S3L2-Motor ist dafür bekannt, überhitzungsanfällig zu sein — und einmal zu heiß gelaufen, kann das eine Zylinderkopfdichtung oder sogar einen gerissenen Zylinderkopf zur Folge haben (weißer Rauch, Kühlmittelverlust). Überprüfe die Kühlung und das Kühlmittel gründlich und achte auf Spuren früherer Überhitzung.
  • Vorderachse (4WD). Da alle Modelle 4WD haben, ist das Vorderachsöl besonders wichtig. Ein häufig gemeldetes Leck befindet sich in den Simmerringen bei den Vorderrädern — oft, weil mit dem Hochdruckreiniger Sand hinter den Simmerring gespritzt wurde. Kontrolliere und wechsle das Vorderachsöl und achte auf Leckagen und Geräusche aus der Vorderachse.
  • Kupplung und Bremsen. Eine schleifende oder schwergängige Kupplung sowie abgenutzte Nassbremsen kommen vor. Berüchtigt ist eine Nasskupplung, die nach längerem Stillstand festklebt und sich auch nach dem Einstellen nicht mehr auskuppeln lässt. Der Kupplungssatz ist für die gesamte MT-Serie erhältlich.
  • Vorglühen und Starten. Schwieriges Kaltstarten deutet oft auf verschlissene Glühkerzen hin oder — eine bekannte Schwachstelle — ein defektes Glührelais oder einen defekten Glühzeitgeber. In letzterem Fall kann der Widerstand hinter dem Armaturenbrett heiß werden oder sogar zu rauchen beginnen. Prüfe, ob der Traktor ordentlich vorglüht und zügig anspringt.
  • Hydraulik. Funktioniert das Hubwerk oder der Frontlader nicht, während der Motor läuft, ist meist das Hydrauliksieb oder der Ansaugfilter verstopft, befindet sich Luft im System, oder ein Regelknopf unter dem Sitz steht falsch. Teste Hubwerk und Lader während der Besichtigung ausführlich.
  • Elektrik. Nach Jahren kann ein verschlissenes Zündschloss den Spannungsregler beschädigen, wodurch die Batterie nicht mehr geladen wird. Überprüfe, ob der Ladestrom in Ordnung ist und ob die gesamte Beleuchtung funktioniert.
  • Typenschild und Nummern. Durch Grauimport kommt es zu Namensverwechslungen. Ein „MT200“ aus dieser Serie unterscheidet sich beispielsweise von einem älteren „MT2001“. Überprüfe das Typenschild und die Motornummer (S3L oder S3L2) und bestelle Ersatzteile nach dem Motortyp.
💡 Shop4trac Tipp: Hast du gerade einen MT gekauft? Beginne mit einer großen Wartung. Der Filtersatz Mitsubishi MT-Serie (SKU-10008) kombiniert den Öl-, Kraftstoff- und Luftfilter mit einem neuen Ölwannenstopfen — genau das, was du für einen frischen Start brauchst. Prüfe aber vorher, ob der Filter zu deiner Fahrgestellnummer passt.

Für wen ist welcher Mitsubishi MT geeignet?

Suchst du einen leichten 4WD-Traktor für eine Reithalle, einen Rasen oder einen kleinen Hof, dann reicht ein MT160 oder MT170 völlig aus. Willst du ernsthaft fräsen, einen Frontlader nutzen oder eine Grabgabel auf schwererem Boden ziehen, dann sind der MT200, MT220 und MT240 mit ihrer zusätzlichen Leistung, dem Achtganggetriebe und dem optionalen Kriechgang die bessere Wahl. Beachte, dass die angegebene Motorleistung (16 bis 24 PS) nicht mit der Leistung identisch ist, die an der Zapfwelle oder als Zugkraft zur Verfügung steht: Ein Teil geht im Antriebsstrang verloren. In der Praxis arbeitest du komfortabel mit leichten bis mittelschweren Fräsen, Schlegelmähern, einem kleinen Kipper, einem Frontlader und Erdarbeiten im gartenbaulichen Maßstab — kein Pflügen auf schwerem Lehmboden.

Originalteile, die noch ganz normal erhältlich sind

Ein großer Vorteil der MT-Serie ist, dass viele Teile noch neu erhältlich sind — praktisch, wenn du einen Gebrauchten mit Wartungsstau instand setzt. Häufig gefragt für den MT160–MT240:

Bestelle Motorteile immer nach dem Motortyp (S3L oder S3L2) und überprüfe die Passform anhand der Fahrgestell- und Motornummer.

Was kostet ein Mitsubishi MT160–MT240?

Gebrauchtpreise variieren stark je nach Zustand, Leistung, Betriebsstunden und Ausstattung. Basierend auf dem aktuellen Angebot auf dem niederländischen und europäischen Gebrauchtmarkt siehst du grob folgende Richtpreise:

Zustand / Ausführung Preisindikation
Projekt oder Aufarbeitungsobjekt (Wartungsstau) ± € 1.500 – € 2.500
Gepflegter, fahrbereiter 4WD (16–20 PS, MT160–MT200) ± € 3.000 – € 4.500
Schwerere oder sehr gepflegte Ausführung (MT220/MT240), oder mit Frontlader/Fräse ± € 4.500 – € 6.500+

Zur Veranschaulichung: fahrbereite 20–22 PS 4WD-Exemplare werden regelmäßig um die € 3.950 – € 4.300 angeboten. Rechne bei einem „Schnäppchen“ immer den Wartungsstau mit ein: Kühlung, Öle in allen Gehäusen, Kupplung und Bremsen summieren sich schnell. (Indikation basierend auf dem Gebrauchtmarktangebot, zuletzt geprüft Juni 2026 — keine Wertermittlung.)

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