Möchtest du wissen, warum dein Mitsubishi MT14, MT15, MT16, MT17, MT18 oder MT20 nicht startet, an Leistung verliert oder überhitzt? Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Störungen mit ihrer wahrscheinlichen Ursache und Lösung — teils aus der originalen Störungstabelle, teils aus den Praxiserfahrungen von MT-Besitzern.
Geeignet für die gesamte Serie: Mitsubishi MT14, MT15, MT16, MT17, MT18 und MT20 (2WD und 4WD/D).
Mitsubishi MT startet nicht
Springt der Motor nicht an, gehe folgende Punkte durch:
- Batterie leer oder schwach. Lade die Batterie oder prüfe sie; die Glühkerzen benötigen viel Strom, sodass eine schwache Batterie einen kalten Diesel schlecht startet.
- Kraftstoffmangel oder Luft im System. Fülle Kraftstoff nach und entlüfte das Kraftstoffsystem. Luft in den Leitungen ist eine klassische Ursache für nicht oder unregelmäßig startende Motoren.
- Vorglühen funktioniert nicht. Verschlissene Glühkerzen oder ein defektes Glührelais. Ein defekter Glühzeitgeber kann die Glühkerzen auch während des Betriebs eingeschaltet lassen, wodurch sie durchbrennen.
- Stoppmagnet bleibt hängen. Das Kraftstoff-Magnetventil (Stoppmagnet) kann hängen bleiben, sodass kein Kraftstoff durchkommt. Eine erste Kontrolle ist, eine Einspritzleitung leicht zu lösen, um zu sehen, ob Kraftstoff bei den Einspritzdüsen ankommt.
- Sicherung durchgebrannt. Kontrolliere die Verkabelung und ersetze die Sicherung.
Mitsubishi MT läuft unregelmäßig oder geht aus
- Luft im Kraftstoffsystem → entlüften.
- Verstopfter oder verschmutzter Kraftstofffilter → reinigen oder ersetzen.
- Wasser oder Schmutz in der Einspritzdüse → reinigen oder ersetzen.
- Kraftstoffleckage in den Leitungen → Klemmen nachziehen, Leitung ersetzen, Kupferdichtringe ersetzen oder nachziehen.
- Plötzliches Abstellen deutet meist auf Kraftstoffmangel oder eine defekte Einspritzdüse hin; nachfüllen und entlüften.
Mitsubishi MT verliert Leistung oder raucht
- Weißer Rauch (nicht direkt nach Kaltstart): verstopfter Luftfilter (reinigen), zu viel Motoröl (Stand korrigieren) oder zu geringe Kraftstoffzufuhr.
- Schwarzer Rauch: zu viel Kraftstoff oder eine defekte Einspritzdüse — lasse die Einspritzung in einer Werkstatt prüfen.
- Leistungsverlust: verschmutzte Einspritzdüse oder Kohleablagerungen, schlechte Kompression, falsches Ventilspiel oder Einspritzzeitpunkt, verschmutzter Luftfilter.
Mitsubishi MT überhitzt
- Kühlmittelmangel → nachfüllen.
- Loser oder verschlissener Keilriemen → spannen (Durchbiegung 10–13 mm) oder ersetzen; ein rutschender Riemen verringert auch die Wasserpumpenzirkulation.
- Verstopftes Kühlergitter → reinigen.
Modellspezifische Punkte aus der Praxis
Neben der allgemeinen Störungstabelle gibt es einige Beschwerden, die bei diesen MT-Modellen häufiger auftreten. Sie stammen aus den Erfahrungen von Besitzern; verwende die genannten Maße und Typennummern als Richtwert und überprüfe sie immer anhand deiner eigenen Serien- und Motornummer.
- Motor stellt unerwartet ab (MT18 und verwandte Modelle). Eine häufig gehörte Beschwerde: Der Kraftstoff-Stoppmagnet "schießt" während des Betriebs ein und unterbricht die Kraftstoffzufuhr, wodurch der Motor abstirbt. Kontrolliere die Funktion und die Verkabelung des Stoppmagneten; im Zweifel ersetzen.
- Glühlampe leuchtet, aber die Kerzen werden nicht warm (MT14/MT15/MT16). Aus der Praxis: Das Glührelais hat zwei getrennte Kontakte — einen für die Kontrolllampe und einen für die Glühspannung. Die Lampe kann also leuchten, während keine Spannung an den Kerzen anliegt. Miss, ob beim Vorglühen tatsächlich Spannung (Richtwert 6–8 V) an den Glühkerzen anliegt; wenn nicht, ersetze das Glührelais (Referenz MM431-282, an deinem eigenen Traktor zu überprüfen).
- Kaltstart erfordert viele Versuche (MT15D und verwandt). Besitzer berichten, dass der Motor nach dem Vorglühen erst nach mehrmaligem Durchdrehen anspringt. Kontrolliere den Batteriezustand, die Glühkerzen und das Glührelais, und entlüfte das Kraftstoffsystem gründlich.
- Startet nicht und raucht nach einem Filterwechsel oder nach Trockenlaufen. Wird der Kraftstofffilter ersetzt oder war der Tank leer, befindet sich Luft im System. Ein bewährtes Vorgehen: Löse bei laufendem Anlasser die Einspritzleitungen nacheinander leicht, bis Kraftstoff herausspritzt, damit alle Luft entweicht.
- Heckhydraulik hebt langsam oder widerwillig (MT18 und schwerere Ausführungen). Die häufigste Ursache ist ein verschmutzter Hydraulikfilter oder ein internes Sieb. Ersetze den Filter und reinige das Sieb, bevor du weitersuchst; wechsle danach das Hydrauliköl.
- Elektrisch-hydraulischer Kraftheber (MT20-Ausführungen). Manche MT20 haben einen elektrisch bedienten Kraftheber, der mit den Jahren launisch werden kann. Besitzer bauen diesen manchmal auf einen konventionellen hydraulischen Steuerschieber um; lasse dies von einer fachkundigen Werkstatt beurteilen.
- Kupplung trennt nicht vollständig (4WD-Modelle). Kriecht der Traktor weiter, während du die Kupplung tretest, ist oft das Pedalspiel falsch eingestellt. Stelle das Kupplungspedalspiel auf 20–30 mm ein; kontrolliere auch auf eine schleifende Lamelle.
- Lautes oder verweigerndes Starten (MT20 4×4). Ein klickender oder mahlender Anlasser deutet oft auf das Anlassermagnetventil oder schlechte Masse-/Batterieverbindungen hin. Kontrolliere zuerst die Batteriepole und das Massekabel.
Hydraulik arbeitet langsam, ruckartig oder gar nicht
Aus der Praxis ist dies fast immer auf Verschmutzung zurückzuführen: ein zugesetztes internes Sieb oder ein verstopfter Hydraulikfilter, oder Luft im System. Ersetze den Hydraulikfilter, reinige das Sieb, entlüfte nach der Reparatur und kontrolliere, ob der Keilriemen die Hydraulikpumpe überhaupt mit vollem Druck laufen lässt. Kontrolliere auch die Hydraulikschläuche auf Haarrisse — ein nadelfeines Leck spritzt unter Druck überraschend viel Öl weg.
Achte auf Namensverwechslungen und Grauimport
Viele MT-Traktoren sind als Grauimport ins Land gekommen. Dadurch kann ein Typenschild vom tatsächlichen Modell abweichen, und es kursieren Teilenummern, die nicht immer korrekt sind. Behandle Teilenummern, denen du anderswo begegnest, als Referenz und überprüfe sie immer anhand deiner eigenen Serien- und Motornummer, bevor du bestellst.
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