Denkst du über den Kauf eines Mitsubishi MT14, MT15, MT16, MT17, MT18 oder MT20nach? Dann schaust du dir eine Serie kompakter japanischer Dieseltraktoren an, die für ihre Einfachheit und lange Lebensdauer bekannt sind. Diese MT-Serie wurde in der zweiten Hälfte der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre gebaut und ist eine beliebte Wahl für Gartenbau, Hofarbeiten, Reitplätze und hobbymäßige Erdarbeiten. In diesem Kaufratgeber liest du, für wen dieser Traktor geeignet ist, welche Stärken und Schwächen er hat und worauf du bei einem Gebrauchten achten solltest.
Geeignet für die gesamte Serie: Mitsubishi MT14, MT15, MT16, MT17, MT18 und MT20 — jeweils in Zweiradantrieb und der 4WD-Ausführung mit dem Zusatz „D“ (MT14D, MT15D, MT16D, MT17D, MT18D, MT20D).

Die MT14 bis MT20 bilden eine zusammenhängende Reihe leichter Minitraktoren in der Klasse von 14,5 bis 20 PS. Alle haben einen stehenden, wassergekühlten Viertakt-Dreizylinder-Dieselmotor, ein mechanisches Getriebe mit sechs Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen, nasse Scheibenbremsen und ein Differential mit Sperrdifferential (Diff-Lock). Es sind leichte, wendige Maschinen mit einem Wenderadius von nur 1,8 bis 1,9 Metern, wodurch sie auf kleinen Grundstücken hervorragend zurechtkommen.
Der große praktische Unterschied innerhalb der Serie liegt in zwei Dingen: der Leistung und dem Antrieb. Der MT14 leistet 14,5 PS, der MT20 leistet 20 PS, und dazwischen steigern sich der MT15, MT16, MT17 und MT18 gleichmäßig. Die MT14, MT16, MT18 und MT20 gibt es als 2WD und als 4WD; der MT15 und MT17 wurden ausschließlich als Allradversion (MT15D, MT17D) geliefert. Für Fräs- und Erdarbeiten auf schwererem Boden ist eine 4WD-Ausführung eindeutig die bessere Maschine.
Wichtig zu wissen, bevor du kaufst: Die Serie verwendet zwei verschiedene Motorenfamilien. Der MT14, MT15 und MT16 haben einen L3-Motor mit indirekter Einspritzung (Wirbelkammer): den L3C mit 808 ccm im MT14/MT15 und den L3E mit 952 ccm im MT16. Der MT17, MT18 und MT20 wechseln zur K3-Familie mit direkter Einspritzung: den K3D (979 ccm), K3E (1061 ccm) und K3F (1118 ccm). Direkte Einspritzung startet in der Regel etwas flotter und ist etwas sparsamer, aber die Motoren unterscheiden sich auch in der Bohrung. Das hat Auswirkungen auf Ersatzteile: Zylinderkopfdichtungen und Dichtungssätze sind nicht zwischen den Motorenfamilien austauschbar — und selbst innerhalb der K3-Serie unterscheidet sich die Bohrung je nach Typ. Bestelle Motorteile daher immer nach dem richtigen Motortyp, nicht nur nach dem Traktormodell.
Was diese MT-Serie so attraktiv macht, ist die Kombination aus Einfachheit und Solidität. Die Motoren sind vollständig mechanisch, ohne Elektronik, und halten bei normaler Wartung tausende Stunden. Die Bedienung ist übersichtlich, das Gewicht ist gering (565 bis 745 kg), und die Traktoren sind leicht genug, um auf einem kleinen Anhänger transportiert zu werden. Die 4WD-Ausführungen bieten für so kompakte Maschinen überraschend viel Grip, und die drei PTO-Drehzahlen plus die Positionsregelung am Kraftheber machen sie vielseitig einsetzbar mit Fräse, Mäher und Streuer. Viele Verschleißteile — Filter, Keilriemen, Kupplung, Dichtungen, Ventile — sind noch ganz normal neu erhältlich.
Ehrlich gesagt: Es bleibt ein dreißig bis vierzig Jahre alter Traktor, oft über Grauimport eingeführt. Achte bei einem Gebrauchten besonders auf diese Punkte:
Suchst du einen leichten Traktor für einen Reitplatz, Rasen oder kleinen Hof, dann ist ein MT14 oder MT16 völlig ausreichend. Möchtest du ernsthaft fräsen oder eine kleine Erdmulde auf schwererem Boden ziehen, dann sind der MT18 und MT20 mit ihrer zusätzlichen Leistung, größeren Hinterreifen und speziellen 3-Punkt-Aufnahme die bessere Wahl. Beachte, dass die angegebene Motorleistung (14,5 bis 20 PS) nicht dasselbe ist wie die Leistung, die an der Zapfwelle oder als Zugkraft zur Verfügung steht: Ein Teil geht im Antriebsstrang verloren. In der Praxis bedeutet 14–20 PS, dass du bequem mit leichten Fräsen, Schlegelmähern, einem kleinen Kipper und Erdarbeiten im gartenbaulichen Maßstab arbeiten kannst — kein Pflügen auf schwerem Lehmboden.
Gebrauchtpreise variieren stark je nach Zustand, Leistung und Antrieb. Ein einfacher 2WD, der etwas Aufmerksamkeit braucht, wechselt meist für ein paar tausend Euro den Besitzer; ein gepflegter, einsatzbereiter 4WD mit Fräse liegt deutlich höher. Rechne bei einem „Schnäppchen“ immer den Wartungsstau mit ein: Kühlung, Öle in allen Gehäusen, Kupplung und Bremsen summieren sich schnell. (Richtwert basierend auf dem Gebrauchtmarkt, zuletzt geprüft Juni 2026 — keine Bewertung.)