Das Heckhubwerk, die Zapfwelle und die Hydraulik der Iseki TK-Serie bilden zusammen das Arbeitspferd dieser Traktoren. In diesem Blog erklären wir, wie die Positionsregelung und der Senkgeschwindigkeitsknopf funktionieren, welche Zapfwellendrehzahlen du hast, wie viel das Hubwerk hebt — und vor allem: welche Geräte realistisch zu 21 bis 38 PS passen.
Geeignet für die gesamte Serie: Iseki TK21, TK25, TK29, TK33 (japanisch) und Iseki TK527, TK532, TK538 (europäisch).
Alle TK-Modelle verfügen über ein Kategorie-1-Dreipunkt-Hubwerk mit Positionsregelung: Die Stellung des Hubhebels entspricht einer festen Hubhöhe, sodass ein Gerät stets auf dieselbe Höhe zurückkehrt. Bei der europäischen Serie war zusätzlich eine Zugkraftregelung über den Oberlenker (draft control) als Zubehör lieferbar — damit korrigiert das Hubwerk automatisch bei wechselndem Pflugwiderstand. Der rechte Hubarm ist mit einer Spannschraube in der Länge verstellbar, um ein Gerät waagerecht einzustellen, und die Stabilisierungsstangen halten das Gerät seitlich in Position.
Unter oder neben dem Hubhebel befindet sich der Senkgeschwindigkeitsregler. Damit bestimmst du, wie schnell ein Gerät sinkt — eine schwere Fräse lässt du kontrolliert absinken, nicht fallen. Ganz zugedreht verriegelt er das Hubwerk: So sollte das Hubwerk bei Transport und Wartung verriegelt sein. Gut zu wissen: "das Hubwerk senkt sich nicht" ist oft einfach ein zugedrehter Senkgeschwindigkeitsknopf. Prüfe das zuerst, bevor du an eine Störung denkst (siehe Iseki TK Störungen beheben).
Die Hydraulikpumpe wird direkt vom Motor angetrieben und saugt ihr Öl aus dem Getriebegehäuse. Kennzahlen aus dem europäischen Handbuch: Hauptpumpe 22,8 L/min (TK527) bis 23,7 L/min (TK532/TK538), Überdruckventil bei 150 bar, und eine separate Lenkpumpe mit 12,1–12,5 L/min für die Servolenkung. Die Hubkraft beträgt 1300 kg, gemessen an den Kugelenden; auf 60–90 cm hinter den Kugeln (wo der Schwerpunkt eines echten Geräts liegt) bleibt in der Praxis grob die Hälfte davon übrig. Wichtig für ein gesundes Hubwerk: Die Pumpe liefert erst ab etwa 1000–1500 Motorumdrehungen ausreichend Fördermenge, und das Öl muss auf Temperatur und sauber sein — siehe Motoröl & Flüssigkeiten und Filter.
Die Zapfwelle ist bei der gesamten Serie eine 35-mm-Welle mit 6 Keilen. Die japanische Serie hat vier PTO-Gänge plus eine Rückwärtsstellung:
| PTO-Stufe | TK21/TK25 | TK29 | TK33 | Verwendung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 565 | 573 | 565 | Fräsen, Anhäufeln |
| 2 | 824 | 833 | 821 | Fräsen (feinere Arbeiten) |
| 3 | 1060 | 1069 | 1053 | Grabenfräse, Zerkrümeln |
| 4 | 1244 | 1252 | 1233 | Zerkrümeln |
| R | 492 | 499 | 509 | Anhäufelarbeiten; nicht in festem Boden fräsen |
Die europäische Serie verfügt über eine unabhängige Zapfwelle mit hydraulisch betätigter Mehrscheibenkupplung: 540 U/min bei ±2390–2430 Motorumdrehungen und 1000 U/min bei ±2430–2475 Motorumdrehungen — die gängigen Drehzahlen für europäische Geräte. Eine Mid-PTO, zum Beispiel für ein Frontmähwerk mit Zwischenwelle, war als Zubehör lieferbar. Faustregeln: PTO-Geräte immer bei stillstehendem Motor an- und abkuppeln, den Zapfwellenschutz montiert lassen und das Kreuzgelenk der Zwischenwelle regelmäßig abschmieren.
Die Motorleistung sagt nicht alles aus — entscheidend sind Zapfwellenleistung und Gewicht. Als Richtwert aus dem europäischen Handbuch: Die TK527 liefert ±22,5 PS an der Zapfwelle, die TK532 ±26 PS und die TK538 ±31 PS. Damit erreichst du realistisch:
| Gerät | TK21/TK25/TK527 | TK29/TK532/TK33 | TK538 |
|---|---|---|---|
| Bodenfräse | 1,05–1,25 m | 1,25–1,50 m | 1,50–1,80 m |
| Schlegelmäher | 1,05–1,25 m | 1,25–1,50 m | 1,50–1,60 m |
| Pflug | 1-Schar | 1–2-Schar | 2-Schar |
| Kippanhänger (auf ebenem Gelände) | ±1,5 t | ±2 t | ±2,5 t |
| Holzhäcksler | bis ±10 cm Ast | bis ±12 cm Ast | bis ±15 cm Ast |
Diese Angaben sind Richtwerte: Bodenart, Fahrgeschwindigkeit und Gerätegewicht spielen mit hinein. Schwerer Lehmboden erfordert eine Größe kleiner, leichter Sandboden darf eine Größe größer sein. Achte bei Front- oder Seitengeräten auch auf das Eigengewicht: Mit ±1100–1300 kg sind diese Traktoren leicht, daher sind Frontgewichte oder Radgewichte bei schwerer Hubarbeit kein Luxus.
Stelle den Traktor auf ebenen Boden, fahre rückwärts, bis die Hubarme bei den Gerätebolzen stehen, kuppele zuerst den linken Hubarm an (feste Länge), dann den rechten (verstellbar mit der Spannschraube), und zuletzt den Oberlenker. Stelle das Gerät mit der rechten Spannschraube waagerecht ein und begrenze das seitliche Spiel mit den Stabilisierungsstangen. Beim Abkuppeln: Gerät auf den Boden absenken, Druck vom Hubwerk nehmen, und die Zwischenwelle zuletzt lösen.