Geeignet für die gesamte Kubota GL-Serie (Grandel): GL19, GL21, GL23, GL25, GL25K, GL26, GL27, GL29, GL32 und GL33 (auch GL23DJ und GL27DJ sowie die Hinomoto NX-Serie).
Die Hydraulik und Zapfwelle des Kubota GL21 machen diesen kompakten Traktor zu einer echten Arbeitsmaschine. In diesem Blog erfährst du, wie das Hubwerk und die Monroematic-Tiefenautomatik funktionieren, welche Zapfwellendrehzahlen zur Verfügung stehen und – ganz praktisch – welche Geräte du realistisch an einen Traktor dieser Klasse hängen kannst.
Die GL-Serie verfügt über ein Dreipunkthubwerk der Kategorie 1 (JIS) mit Lageregelung: Die Stellung des Lagehebels bestimmt die Höhe der Hubarme, und das Hubwerk hält diese Position. Nach vorne drücken senkt ab, nach hinten ziehen hebt an. Bei den M- und MA-Ausführungen ist zusätzlich Monroematicverbaut: eine automatische Tiefenregelung, mit der du über den Drehknopf am Bedienpanel die Arbeitstiefe zum Beispiel einer Fräse konstant hältst, mit einem Empfindlichkeitsschalter (aus / Standard / empfindlich). Die Bedienungsanleitung gibt für jede Aufgabe eine Richtstellung an: flaches Arbeiten (5–8 cm) mit dem Knopf Richtung „flach“, normales Fräsen bei 8–15 cm um die Mitte, und tiefes Pflügen (ab 15 cm) Richtung „tief“ mit dem Lagehebel in der niedrigsten Position.
Aus dem offiziellen japanischen Typprüfbericht des GL25 (gleiches Hydrauliksystem wie beim GL21) stammen diese Werte, als Richtwert für die gesamte Serie: eine Hubkraft von etwa 1.135 kgf an den Kugelenden und 935 kgf weiter hinten am Hubrahmen, eine Pumpenleistung von 21,1 l/min und ein Systemdruck von 14,6 MPa (149 kgf/cm²). Das ist mehr als ausreichend für eine Fräse, einen Pflug, einen Kipper oder einen Palettengabelträger dieser Klasse. Die maximale Zugkraft betrug bei dieser Typprüfung etwa 800 kgf auf Beton.
| Bauteil | Spezifikation |
|---|---|
| Wellentyp | JIS 35 mm, 6 Keile |
| Drehzahlen GL21 | 568 / 803 / 985 / 1.304 U/min bei 2.600 Motordrehzahl |
| Umkehrbare Zapfwelle (X-Ausführung) | 803 U/min, linksdrehend |
| Bedienung | separater Zapfwellenhebel, Einschalten bei getretener Kupplung |
Zu beachten: Dies ist eine japanische Inlandsmaschine. Die zweite Stufe (rund 800 U/min) nutzt man in der Praxis für viele europäische 540er-Geräte, indem man die Motordrehzahl leicht reduziert – das solltest du für jedes Gerät kurz nachrechnen, besonders bei Schlegelmähern und Fräsen. Montiere nach der Arbeit immer die Zapfwellenschutzkappe.
Wichtig zu wissen: Von den 21 PS am Motor bleiben beim GL21 an der Zapfwelle etwa 16 bis 17 PS übrig (bei der GL25-Typprüfung: 17,2 kW Zapfwellenleistung von 25 Motor-PS). Für Zapfwellengeräte zählt diese Zahl, für Zugarbeiten zählen vor allem das Gewicht (gut 1.000 kg) und der 4WD. Praxisrichtwerte für den GL21: eine Bodenfräse von 1,10 bis 1,40 m, ein Schlegel- oder Kreiselmäher bis etwa 1,50 m, ein einscharender Wendepflug, ein Kippanhänger von 1,5 bis 2 Tonnen, ein Holzhäcksler für Äste bis ~8 cm oder ein Schneeschild von 1,50 m. Der GL29–GL33 kann eine Nummer größer ziehen: Fräsen bis 1,60 m und zweischarige Pflüge. Schwerer kann Kupplung und Hydraulik überfordern – wähle lieber eine Nummer kleiner und arbeite etwas tiefer.
Mit einem schweren Gerät am Hubwerk wird die Front leicht: Verwende Frontgewichte und behalte an Hängen die Kippgrenze im Auge (die Typprüfung verzeichnet einen statischen Kippwinkel von 37 Grad). Lasse ein Gerät beim Abstellen immer absenken und arretiere den Lagehebel.