Die Hydraulik und Zapfwelle machen aus dem Iseki TM15 und TM17 echte Arbeitspferde im Taschenformat. In diesem Blog erklären wir, wie das Hubwerk und die Zapfwelle funktionieren, welche Anbaugeräte für 13–15 PS an der Zapfwelle realistisch sind, und worauf du beim An- und Abkoppeln achten musst — basierend auf der originalen Werksanleitung.
Geeignet für die gesamte Serie: Iseki TM15 und TM17, alle Ausführungen.
Das Hubwerk arbeitet mit Lageregelung: Die Stellung des Hubhebels entspricht einer festen Höhe der Hubarme. Stellst du den Hebel auf halbe Höhe, bleibt das Gerät auf halber Höhe hängen — praktisch, um eine Fräse auf konstanter Tiefe zu halten. Zusätzlich gibt es einen Senkgeschwindigkeitsregler im System: Damit regelst du, wie schnell das Gerät absinkt, und vollständig zugedreht verriegelst du die Hydraulik. Diese Verriegelung ist beim Straßentransport und bei Wartungsarbeiten unter einem angehobenen Gerät zwingend vorgeschrieben.
Die Hydraulikpumpe bezieht ihr Öl aus dem Getriebegehäuse (13,5–14 Liter gemeinsames Öl). Arbeitet das Hubwerk träge oder ruckartig, kontrolliere zuerst den Ölstand und den Saugfilter — und bedenke, dass eine kalte Maschine immer langsamer hebt, besonders im Winter.
| PTO-Stufe | Drehzahl (bei 2500 Motordrehzahl) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 1 | 450 U/min | Schwere Fräsarbeiten, Geräte für die 540er-Norm (etwas ruhiger angetrieben) |
| 2 | 696 U/min | Fräsen in leichterem Boden, Mähen |
| 3 | 1140 U/min | Schnell drehende Geräte |
| Umkehr | 707 U/min (rückwärts) | Freidrehen einer festgefahrenen Fräse |
Die Zapfwellenwelle hat 35 mm mit 6 Keilen. Die Zapfwelle wird über die Hauptkupplung angetrieben: Kupplung treten stoppt also auch die Zapfwelle. Schalte die Zapfwelle immer bei niedriger Motordrehzahl ein und stelle sie in Neutral, bevor du startest.
Die Standardfräse (ARM12 beim TM15, 120 cm; ARM13 beim TM17, 130 cm) hängt in einem 2P-Schnellkupplungssystem. Die Anleitung widmet dem viel Aufmerksamkeit: Koppele auf ebenem Boden an, lass niemanden zwischen Traktor und Gerät stehen, und sichere alle Bolzen. Mit den Zapfwellendrehzahlen 156/242/396 U/min und einer Arbeitstiefe bis etwa 16 cm fräst du in zwei oder drei Durchgängen einen festen Gemüsegarten oder Reitplatz auf. Verstopft die Fräse mit Wurzeln oder Schnur, nutze die Umkehrstufe (246 U/min rückwärts), um sie freizudrehen — nie mit den Händen an drehende Teile kommen.
Mit 9,8 kW (TM15) bis 10,8 kW (TM17) an der Zapfwelle ist dies die realistische Anbaugerätepalette:
| Anbaugerät | Realistisch? |
|---|---|
| Bodenfräse 120–130 cm | Ja — dafür wurde die Maschine gebaut |
| Schlegel-/Kreiselmäher bis ca. 1,2 m | Ja, gute Kombination |
| Schneeschild / Kehrmaschine | Ja |
| Kleiner Kipper an der festen Anhängerkupplung | Ja, achte auf das niedrige Eigengewicht (±580 kg) beim Bremsen an Steigungen |
| Holzhäcksler | Nur leichte Modelle für dünnes Schnittgut |
| Schwerer Schwader, Ballenpresse, großer Kreiselmäher | Nein — dafür ist die Zapfwellenleistung zu begrenzt |
Faustregel: Pro Meter Arbeitsbreite eines angetriebenen Geräts rechnest du schnell mit 10 PS an der Zapfwelle. Mit 13–15 PS liegst du also gut bis etwa 1,2–1,3 Meter — genau die Breite der mitgelieferten Fräsen.