Startet dein Yanmar RS-240, RS-270, RS-300 oder RS-330 nicht, wird er zu heiß oder verweigert das Heck den Dienst? In diesem Artikel findest du die vollständige Störungsdiagnose aus der Originalanleitung, ergänzt mit bekannten Praxisproblemen, auf die Besitzer dieser Serie stoßen — mit der wahrscheinlichen Ursache und der Lösung für jede Störung. Schalte immer zuerst den Motor aus, bevor du mit der Fehlersuche beginnst.
Geeignet für die gesamte Serie: Yanmar Forte Rice Special RS-240, RS-270, RS-300 und RS-330 (auch bekannt als RS24, RS27, RS30 und RS33), einschließlich der R-, S-, J-, U-, V- und Q-Ausführungen.
| Prüfen | Lösung |
|---|---|
| Kupplungspedal vollständig durchgetreten? | Der Sicherheitsschalter blockiert sonst den Anlasser. Aus der Praxis: verschlissene oder verschmutzte Kontakte dieses Schalters sind eine bekannte Ursache für „er tut überhaupt nichts“ — Schalter durchmessen und bei Bedarf ersetzen. |
| Batterie voll und angeschlossen? | Flüssigkeit nachfüllen, laden; Klemmen reinigen, festziehen und einfetten. |
| Hauptsicherung / Fusible Link | Sicherung austauschen (richtiger Wert!); verfärbten Fusible Link ersetzen lassen. |
| Zündschloss oder Anlasser defekt | Durchmessen; Anlasser überholen oder ersetzen. |
| Prüfen | Lösung |
|---|---|
| Kraftstoff und Kraftstoffhahn | Tank füllen, Hahn auf „O“, System entlüften (Hahn offen, Vollgas, starten). |
| Luft im Kraftstoffsystem | Entlüften; danach Leitungen und Schlauchschellen auf Undichtigkeiten prüfen. |
| Stoppmagnet (Kraftstoffabsperrventil) | Bekannter Praxispunkt bei dieser Serie: Wenn der Magnet nicht erregt, bekommt die Pumpe keinen Kraftstoff und der Motor startet nicht — oder er stellt gerade während der Arbeit ab. Stecker und Sicherung prüfen, andernfalls das Magnetventil (Solenoid) ersetzen. |
| Motor- oder Reglersicherung, Relais | Der RS hat separate Sicherungen für die elektronische Regelung (u. a. 15A) sowie ein Haupt- und ein Stellrelais — einzeln prüfen und ersetzen. |
| Vorglühen | Glüht er nicht (Kontrolllampe bleibt aus oder leuchtet nicht), zuerst die Sicherung prüfen. |
Läuft der Motor unruhig, prüfe der Reihe nach: Luft im Kraftstoffsystem (entlüften), Wasser im Kraftstoff (roter Ring im Filtergehäuse steigt → ablassen und frischen Diesel tanken), einen verstopften Kraftstofffilter (reinigen oder ersetzen) und verschmutzte Einspritzdüsen. Fehlt dem Motor Leistung, ohne unruhig zu laufen, ist der Luftfilter der erste Verdächtige; danach Kompression, Ventilspiel und Einspritzung — Letzteres ist Werkstattarbeit. Schwarzer Rauch unter Last deutet auf einen verstopften Luftfilter oder Überlastung hin; weißer Rauch auf Ölverbrennung oder (bei kaltem Wetter) unbedenklichen Wasserdampf.
Der Klassiker bei dieser Serie, und fast immer günstig zu beheben. Prüfe in dieser Reihenfolge: Kühlflüssigkeitsstand (nachfüllen), Kühlergitter und Kühlrippen (Stroh und Staub entfernen — bei Schlegelmulch- und Fräsarbeiten die Hauptursache), Spannung und Zustand des Keilriemens (Durchbiegung 10–15 mm; rutscht er trotz maximaler Spannung, ersetzen), Motorölstand und schließlich die Belastung (ein strukturell zu schweres Anbaugerät hält keine Kühlung mit). Läuft er weiterhin heiß, obwohl all dies in Ordnung ist, denke an einen klemmenden Thermostat oder einen innen verschmutzten Kühler — spüle den Kühler beim jährlichen Kühlmittelwechsel durch.
Öldrucklampe an: sofort anhalten, Ölstand prüfen und nachfüllen; ist der Stand in Ordnung, dann Ölviskosität, Druckschalter und zuletzt die Ölpumpe prüfen (lassen). Ladestromlampe an: zuerst den Keilriemen (Spannung/Bruch), danach die Lichtmaschine mit eingebautem Regler testen (lassen). Blinkt die Störungslampe (Trouble Lamp), prüfe die Steckverbindungen der Verkabelung — Korrosion in Steckverbindern ist bei Maschinen dieses Alters ein häufiges Problem.
| Symptom | Ursache → Lösung |
|---|---|
| Anbaugerät geht nicht hoch | Senkgeschwindigkeitsventil geschlossen → öffnen. Getriebeölstand zu niedrig → nachfüllen. Leitungsfilter verstopft oder Saugleitung zieht Luft → Filter ersetzen, Verbindungen nachziehen, O-Ringe prüfen. Danach: Pumpe oder Regelventil (Werkstatt). |
| Anbaugerät senkt sich nicht | Senkgeschwindigkeitsventil geschlossen → öffnen. Hubhebel noch in Position „Heben“ → Hebel senken. Schmutz im Regelventil → Werkstatt. |
| Hubwerk reagiert nicht auf den Kippschalter | Sicherung der Regelung, Schalterkontakt oder (bei den mit dem Wendegetriebe gekoppelten Funktionen) den Rückfahrschalter prüfen; Höhenbegrenzung nicht auf „niedrig“ stehen lassen. |
| Rotor senkt sich nicht / Automatik reagiert nicht (UFO) | Bekannter Praxisfall: das Sensorkabel der Rotorhaube läuft schwergängig oder klemmt, wodurch die Tiefenautomatik blockiert. Lösung: Kabel ersetzen und in der alten Einstellposition montieren. Als Referenz gilt dasselbe für die Horizontalregelung: ein klemmendes oder gebrochenes Einstellkabel/UFO-Kabel sorgt dafür, dass das Anbaugerät schräg hängen bleibt — nach dem Austausch erneut waagerecht einstellen. (Teilenummern variieren je nach Ausführung; anhand der Seriennummer verifizieren.) |
| Rotor hebt sich von selbst + Geräusch des Überdruckventils beim Starten | Die hintere Rotorhaube ist noch in angehobener Position verriegelt → Haube absenken lassen. |
Für Beleuchtung, Blinker und Hupe gilt immer dieselbe Reihe: Lampe → Sicherung (Sicherungskasten mit u. a. 15A/20A/10A-Gruppen, plus Ersatzsicherungen) → Steckverbindung → Masse → Schalter. Eine Lampe, die nach all diesen Schritten immer noch nicht funktioniert, deutet auf einen Kabelbruch hin. Brennt eine neue Sicherung sofort wieder durch, liegt ein Kurzschluss in dieser Gruppe vor: nicht weiter ersetzen, sondern die Verkabelung überprüfen lassen.
Eine rutschende oder schlecht auskuppelnde Kupplung beginnt fast immer mit einem falschen Pedalspiel — stelle zuerst die 20–30 mm ein, bevor du an das Schlimmste denkst. Bremst der Traktor einseitig, gleiche das Spiel links und rechts an (20–30 mm). Kommt das Bremspedal langsam zurück oder quietscht die Bremse, prüfe die Rückholfeder und schmiere die Pedalachsen.