Das Hydraulikhubwerk und die Zapfwelle machen aus dem Yanmar F210H und F250H echte Arbeitstraktoren. In diesem Leitfaden erklären wir, wie die Lageregelung, das Senkgeschwindigkeitsventil und die Zapfwelle funktionieren — direkt aus der Originalanleitung (ON03-00616) — und was mit 21 PS in der Praxis möglich ist und was nicht.
Gilt für den Yanmar Forte F210H und F250H; das Hubwerk der Schaltversionen funktioniert größtenteils identisch.
Das Hubwerk bedienst du auf zwei Arten: mit dem Lageregelungshebel (stufenlos, das Hubwerk folgt der Hebelstellung — ideal zum Fräsen auf konstanter Arbeitstiefe) und mit dem Hubschalter, der das Gerät in einer Bewegung anhebt, z. B. am Vorgewende. Sobald sich das Hubwerk in der obersten Stellung befindet, leuchtet die Kontrollleuchte "Gerät angehoben" im Armaturenbrett. Stellst du den Schalter auf "Senken", sinkt das Gerät bis zu der mit dem Lageregelungshebel eingestellten Position — weiter nicht. Praktisches Detail aus der Anleitung: Steht der Lageregelungshebel in der höchsten Stellung, reagiert der Hubschalter nicht auf "Senken".
Unter dem Sitz befindet sich das Ölstopp-/Senkgeschwindigkeitsventil. Linksdrehen = schnelleres Senken, rechtsdrehen = langsamer; ganz rechts zugedreht blockiert die Ölzufuhr, sodass das Gerät hängen bleibt. So passt du die Senkgeschwindigkeit an das Gerät an: eine schwere Fräse lässt du ruhig sinken, eine leichte Egge darf zügiger senken. Zwei Warnhinweise aus der Anleitung: Drehe das Ventil beim Straßentransport nicht zu (setze stattdessen den Lageregelungshebel nach oben und verriegele ihn mit dem Anschlag), und bediene das Hubwerk niemals bei vollständig geschlossenem Ventil — das kann Hydraulikschäden verursachen.
Die Zapfwelle ist eine 35 mm JIS-Welle (Maße vergleichbar mit 1 3/8") und dreht sich rechtsherum, mit drei Vorwärtsdrehzahlen: 553, 727 und 1.210 U/min. Besonders ist die umkehrbare Zapfwellendrehzahl von 667 U/min — damit kann eine geeignete Fräse rückwärts drehen. Der PTO-Hebel wird nur bei getretener Kupplung und niedriger Motordrehzahl betätigt. Arbeitest du mit einer Fräse, verwende Fahrgruppe 1 und regle die Fahrgeschwindigkeit mit dem HST, während die Zapfwelle auf Nenndrehzahl bleibt.
Die Dreipunktaufhängung ist nach dem japanischen JIS-0-Standard ausgeführt, in der Praxis vergleichbar mit Kategorie 1, jedoch mit engeren Maßen — prüfe bei europäischen Geräten den Durchmesser der Befestigungsbolzen und den Abstand zwischen den Hubarmen. Yanmar lieferte diese Modelle standardmäßig mit den Bodenfräsen RSK150M und RSK160M (Arbeitsbreite 150–160 cm) und der RCK1304. Realistische Kombinationen bei 21 PS und ±900 kg Eigengewicht: eine Fräse bis etwa 150–160 cm, ein Schlegelmulcher oder Wiesenmulcher in vergleichbarer Breite, ein Wendeanhänger oder Kippanhänger auf ebenem Gelände, Schneeschild oder Kehrmaschine. Bei gezogenen Geräten zählt vor allem das Gewicht: Halte Anhänger bescheiden und nutze die Warnhinweise der Anleitung als Richtschnur — niedriger Schwerpunkt, Hänge gerade auf- und abfahren.
Achte bei schwereren Anbaugeräten auf den Frontballast: Die Anleitung schreibt Vorgewichte vor, sobald der Vorderachsdruck zu gering wird, um sicher zu lenken.
Ersatzteil-Tipp: Bemerkst du, dass das Hubwerk träge wird oder "sägt", ersetze zuerst den Hydraulikfilter für F210/F250 (SKU-250002) und prüfe den Getriebeölstand — Hubwerk, HST und Servolenkung teilen sich dasselbe Öl. Mehr dazu in unserem Öl- und Flüssigkeitsleitfaden.